Lernen lernen Faktencheck Klasse 1–4Klasse 5

Merktechniken und Eselsbrücken: was die Gedächtnisforschung empfiehlt

Eselsbrücken, Merksätze, Mindmaps und Gedächtnistrainings werden Eltern oft empfohlen. Wir zeigen, welche Merktechniken mit Kindern untersucht sind, was sie bringen und warum sich selbst abfragen und verteilt üben besser belegt sind.

Kurz gesagt

  • Eselsbrücken und Merksätze helfen vor allem, bekannten Stoff in die richtige Reihenfolge zu bringen. Untersucht wurde das mit Studierenden, nicht mit Grundschulkindern.
  • Die Schlüsselwortmethode hilft schon Grundschulkindern beim Vokabellernen, wenn die Wörter gut vorstellbar sind. Sie ist aber aufwendig, und das Gelernte hält womöglich nicht lange.
  • Am besten belegt sind sich selbst abfragen und verteilt üben. Mit Grundschulkindern gibt es dazu weniger Studien und auch einzelne ohne Vorteil.
  • Gehirnjogging macht Kinder vor allem in den geübten Aufgaben besser. Bessere Leistungen in Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen sind nicht belegt.
Inhalt dieses Artikels
  1. Wie Kinder sich etwas merken
  2. Eselsbrücken und Merksprüche
  3. Schlüsselwort und Gedächtnispalast
  4. Abfragen statt Wiederlesen
  5. Mindmaps und Zeichnen
  6. Gehirnjogging im Faktencheck
  7. Was Sie zu Hause tun können

Wie Kinder sich etwas merken

Lernwörter, Einmaleinsreihen, ein Gedicht für den Vortrag: Grundschulkinder müssen sich viel merken, und Eltern suchen nach Tricks. Die Gedächtnisforschung hat einige geprüft, mit Studierenden oft gründlich, mit Grundschulkindern deutlich seltener. Wir sagen deshalb bei jeder Technik dazu, mit wem sie untersucht wurde.

Das Arbeitsgedächtnis von Kindern ist nicht besser als das von Erwachsenen, es wächst über die ganze Schulzeit: Bei Kindern von vier bis 15 Jahren stiegen die Leistungen in allen Teilbereichen mit dem Alter gleichmäßig an.[1] Teilnehmende an Gedächtnismeisterschaften führen ihre Leistungen nach eigener Aussage auf jahrelanges Training mit Merktechniken zurück, nicht auf ein angeborenes Supergedächtnis.[2] In einem Laborversuch steigerte eine Versuchsperson nach mehr als 230 Übungsstunden die Zahl der Ziffern, die sie sich auf einmal merken konnte, von sieben auf 79, mit einem passenden Merksystem.[3] Auch Merktechniken brauchen Übung.[2]

Die Techniken im Überblick

Technik Belegt ist Untersucht mit Haken
Merksätze Hilfe bei der Reihenfolge bekannter Begriffe Studierenden keine bekannten Studien mit Grundschulkindern
Lieder vorgesungene Wörter besser behalten 9- bis 11-Jährigen (eine kleine Studie) nur kurzfristig gemessen
Schlüsselwort hilft bei gut vorstellbaren Vokabeln Klasse 2 bis Hochschule aufwendig, hält womöglich nicht lange
Orte-Methode mittlerer Effekt überwiegend Studierenden mit Schulstoff kaum untersucht
Abfragen in vielen Klassenzimmerstudien wirksam Grundschule bis Hochschule in der Grundschule weniger Studien
Verteilt üben besseres Behalten über Wochen überwiegend Studierenden, auch Klasse 3 und 5 nicht in jeder Schulstudie ein Vorteil
Concept Maps mittlerer Effekt Klasse 4 bis Hochschule wenige Studien in Klasse 4 bis 8
Mindmaps kein beständiger Effekt 8- bis 12-Jährigen nur eine Grundschulstudie
Zeichnen gezeichnete Wörter besser erinnert jungen Erwachsenen bei Kindern kaum Daten
Gehirnjogging besser in den geübten Aufgaben Kindern und Erwachsenen bessere Schulleistungen nicht belegt

Eselsbrücken und Merksprüche

Das Wort Eselsbrücke stammt aus der Schulsprache des 18. Jahrhunderts; der Duden erklärt es als Gedächtnisstütze und Verstehenshilfe.[4] Die bekanntesten Formen arbeiten mit Anfangsbuchstaben: Beim Akronym bilden sie ein neues Wort, beim Merksatz die Anfänge der Wörter eines Satzes.[2] In Befragungen von Jugendlichen ab Klasse 8 bis zu Studierenden waren das die meistgenutzten Merktechniken.[2]

Ob sie das Erinnern verbessern, ist uneinheitlich belegt.[2] Ein klassisches Experiment mit Studierenden zeigt, wann sie helfen: Bei Listen unzusammenhängender Wörter brachten Anfangsbuchstaben nichts. Sollten sich die Studierenden aber eine zufällige Reihenfolge der Wochentage merken, also bekannte Wörter in neuer Ordnung, half die Eselsbrücke deutlich.[5] Forschende vermuten, dass ein Buchstabe allein kein guter Abrufhinweis ist, solange man den Stoff nicht schon kennt.[2]

Nach einer Verzögerung verbesserten solche Merkhilfen das Erinnern in älteren Studien nicht. Dass manche Merkwörter trotzdem jahrzehntelang sitzen, erklärt die Übersicht von Putnam mit häufigem Wiederholen und Abrufen.[2] Studien, die Merksätze mit Grundschulkindern prüfen, sind uns nicht bekannt. Für Ihr Kind heißt das: Ein Merksatz hilft, Stoff abzurufen, den es schon kennt, etwa eine Reihenfolge. Wiederholen und Abfragen ersetzt er nicht.[2]

Lieder, Reime und Gedichte

In einer kleinen Studie mit 32 Kindern von neun bis elf Jahren erinnerten die Kinder, denen eine Wortliste vorgesungen wurde, im Mittel 20 Prozent mehr Wörter als die, denen sie vorgesprochen wurde, nach 15 Minuten Pause noch 17 Prozent mehr.[6] Ob Einmaleins-Lieder beim Lernen der Reihen genauso wirken, ist nicht untersucht.

Gedichte auswendig zu lernen gehört zum Deutschunterricht: Die bundesweiten Bildungsstandards sehen vor, dass Kinder bis Ende Klasse 4 kurze literarische Texte auswendig vortragen und Techniken des Auswendiglernens nutzen.[7] Dass Gedichtelernen das Gedächtnis allgemein stärkt, ist nicht belegt. In einer Befragung der Universität Cambridge mit mehr als 500 Freiwilligen beschrieben fast alle das Auswendiglernen als positive Erfahrung. Die Forschenden weisen aber darauf hin, dass erzwungenes Auswendiglernen manche Menschen von Gedichten abschrecken kann.[8] Muss Ihr Kind ein Gedicht lernen, üben Sie lieber an mehreren Tagen kurz und lassen Sie es die Strophen aus dem Kopf aufsagen.

Schlüsselwort und Gedächtnispalast

Bei der Schlüsselwortmethode, 1975 von Atkinson und Raugh entwickelt, sucht man zu einem fremden Wort ein ähnlich klingendes bekanntes Wort und stellt sich ein Bild vor, in dem beides zusammenkommt: zum französischen „la dent“ (Zahn) etwa „Dentist“ und einen Zahnarzt mit einem großen Backenzahn.[9]

Mit Kindern ist diese Methode vergleichsweise gut untersucht. Sie half Lernenden vom zweiten Schuljahr bis zur Hochschule, auch Kindern mit Lernbehinderungen.[9] Fünftklässler, die damit passend ausgewählte spanische Vokabeln lernten, schnitten deutlich besser ab als Kinder mit eigenen Strategien.[9] In zwei Experimenten wirkte die Methode auch, als sie Grundschulkindern in ganzen Klassen beigebracht wurde.[10] Eine Variante, bei der die Kinder statt eines Bildes einen Satz bildeten, brachte Zweit- und Fünftklässlern große Zuwächse.[11]

Die Methode hat aber Haken.[9] Sie funktioniert vor allem bei Wörtern, die sich leicht bildlich vorstellen lassen. Jüngere Kinder, denen das Vorstellen schwerfällt, profitierten nur, wenn sie Schlüsselwort und Bild fertig bekamen. Und das Gelernte hält womöglich nicht lange: In einem Versuch mit einem Test erst nach einer Woche war der Vorteil gegenüber stumpfem Wiederholen verschwunden. Schlüsselwörter zu finden kostet zudem Zeit, und sich selbst abzufragen half beim Behalten mindestens genauso gut.[9]

Wenn Sie die Methode bei Vokabeln ausprobieren, geben Sie das Schlüsselwort vor, zeigen oder zeichnen Sie das Bild und fragen Sie die Wörter noch am selben Tag kurz ab. Das Abfragen kann das Vergessen bremsen.[2]

Mythos

Die Forschung hat gezeigt, dass Merktechniken nutzlos sind.

Was die Forschung sagt

Das ist zu stark. Dunlosky und Kollegen bewerten in ihrer großen Übersicht die Schlüsselwortmethode als wenig nützlich, also nicht für den breiten Einsatz empfohlen, weil sie aufwendig ist und womöglich nicht dauerhaft wirkt. Als Allzweckmethode halten sie Abfragen für überlegen.[9]

Für passende Vokabeln hilft die Methode aber nachweislich, auch Grundschulkindern.[9], [10] Die Orte-Methode und Merksätze haben Dunlosky und Kollegen gar nicht bewertet.

Der Gedächtnispalast

Bei der Orte-Methode stellt man sich das zu Merkende an Stellen eines vertrauten Weges vor und ruft es beim gedanklichen Abgehen wieder ab. Eine Metaanalyse über 13 randomisierte Studien fand einen mittleren Effekt (g = 0,65), allerdings fast nur mit Studierenden und mit hohem Verzerrungsrisiko. Studien an Schulen fehlen noch.[12]

In einer Trainingsstudie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin übten 108 Personen, darunter Kinder von neun bis zwölf Jahren, über mehrere Sitzungen eine Technik, bei der Wörter mit Orten verknüpft werden. Alle Altersgruppen lernten sie, die Kinder profitierten mehr als ältere Erwachsene.[13] Kinder ab etwa neun Jahren können die Methode also mit Anleitung lernen. Ob sie beim Schulstoff hilft, ist kaum untersucht.

Abfragen statt Wiederlesen

In der Übersicht von Dunlosky und Kollegen schnitten unter zehn Lerntechniken zwei am besten ab: sich selbst abfragen (Abrufüben) und über die Zeit verteiltes Üben. Wiederlesen und Markieren gelten dort als wenig nützlich; zum Wiederlesen gibt es allerdings fast nur Studien mit Studierenden.[9] Warum beide besser belegt sind als die Suche nach dem passenden Lerntyp, zeigt unser Faktencheck zu Lerntypen.

Belegt ist Abfragen auch bei Kindern: Ältere Studien fanden, dass Übungstests beim Lernen von Einmaleins-Aufgaben und Rechtschreiblisten halfen.[9] Wie Sie die Reihen in kurzen Runden abfragen, steht in unserem Beitrag zum Einmaleins.

Wie gut die Belege in der Grundschule sind

Eine Metaanalyse über Abfragen im Unterricht (222 Studien, 48.478 Lernende) fand insgesamt einen mittleren Effekt (g = 0,499). In der Grundschule lag der Wert bei g = 0,328, in den höheren Stufen zwischen 0,486 und 0,655. Auch in der Grundschule war der Effekt statistisch gesichert, die Unterschiede zwischen den Stufen waren es nicht.[14] Ob Abfragen jüngeren Kindern weniger bringt, lässt sich daraus also nicht ablesen.

Schmaler ist die Grundlage in der Grundschule trotzdem. Unter 50 Experimenten zum Abfragen in echten Schulen und Hochschulkursen fanden nur fünf in der Grundschule statt.[15] Es gibt sie aber: In Edinburgh fragten sich Kinder von acht bis zwölf Jahren zwischendurch zu Geografie-Fakten ab und wussten nach vier Tagen mehr, in einem zweiten Versuch auch nach fünf Wochen.[16] In Italien kamen Kinder einer fünften Klasse, die sich mit einem Lückentext abfragten und korrigierten, eine Woche später auf 67,7 Prozent richtige Antworten, die Vergleichsklasse nach erneutem Lesen auf 41,3 Prozent. Beteiligt waren allerdings nur 33 Kinder.[17]

Eine größere Studie im regulären Wortschatzunterricht der Klassen 2, 3, 4 und 6 fand dagegen weder fürs Abfragen noch fürs verteilte Üben einen Vorteil.[18] Offen ist auch, ob Abfragen bei allen Kindern gleich gut wirkt, etwa je nach Vorwissen.[9]

Wie Sie abfragen

Offene Kurzantworten aus dem Gedächtnis brachten Kindern bis Klasse 6 ohne Rückmeldung keinen Vorteil, Lückentexte und Multiple-Choice-Fragen dagegen Lernenden aller Altersstufen.[19] Drittklässler, die nach einem Sachtext über die Sonne die Schlüsselbegriffe in Lücken eintrugen, statt nochmals zu lesen, schnitten sieben Tage später deutlich besser ab.[19] Fragen Sie also so, dass Ihr Kind einen guten Teil schafft, und sagen Sie ihm danach, was stimmt.

Verteilt üben

In einer Rotterdamer Grundschule lernten 33 Drittklässler neue Wörter verteilt über drei Sitzungen oder gebündelt. Nach einer Woche kannten sie 55,96 Prozent der verteilt gelernten Bedeutungen und 46,46 Prozent der gebündelt gelernten, nach fünf Wochen 49,49 gegenüber 42,22 Prozent. Die verteilt gelernten Wörter kamen allerdings immer zuerst dran.[20] Nach Dunlosky und Kollegen profitieren Kinder jeden Alters vom Verteilen, auch wenn die meisten Experimente mit Studierenden gemacht wurden.[9]

Mindmaps und Zeichnen

Mindmap und Concept Map werden oft verwechselt. Eine Concept Map ist ein Netz aus Begriffen mit beschrifteten Verbindungslinien, etwa einer Linie von „Ozeanversauerung“ zu „Korallenwachstum“ mit der Aufschrift „bremst“.[21] Eine einfache Mindmap hat das Thema in der Mitte und Linien zu Fakten, nach Kategorien geordnet.[16]

Die großen Metaanalysen betreffen Concept Maps. Nesbit und Adesope werteten 55 Studien ab Klasse 4 bis zur Hochschule aus: Concept Maps gingen mit besserem Behalten einher. Gegenüber Zusammenfassungen oder Gliederungen war der Vorteil aber so klein, dass die Autoren an seiner praktischen Bedeutung zweifeln.[22] Eine Folge-Metaanalyse fand einen mittleren Effekt (g = 0,58), beim Selbsterstellen mehr (g = 0,72) als beim Studieren fertiger Maps (g = 0,43).[21]

Zu Mindmaps gibt es die Studie aus Edinburgh: Kinder von acht bis zwölf Jahren lernten Fakten mit oder ohne Mindmap. Die Mindmap machte keinen beständigen Unterschied, das Abfragen schon. Die Kinder nutzten allerdings eine einfache Form und folgten keinen besonderen Empfehlungen wie Farben und Bildern.[16]

Mythos

Mindmaps sind die am besten belegte Lernmethode.

Was die Forschung sagt

Nicht belegt. Die Metaanalysen mit guten Ergebnissen gelten für Concept Maps mit beschrifteten Verbindungen, untersucht ab Klasse 4.[22], [21] In der Grundschulstudie aus Schottland zeigte sich für Mindmaps kein beständiger Effekt, fürs Abfragen schon.[16] Zeichnet Ihr Kind gern Mindmaps, kann es dabei bleiben. Danach gehört aber das Abfragen dazu: Blatt umdrehen und erzählen, was darauf stand.

Zeichnen statt Aufschreiben

In sieben Experimenten erinnerten junge Erwachsene gezeichnete Wörter besser als aufgeschriebene.[23] Das klappte auch bei Lehrbuch-Definitionen, unabhängig vom Zeichentalent; Umschreiben in eigenen Worten wirkte dort aber ähnlich gut.[24]

Bei Kindern ist die Lage dünn. Eine isländische Untersuchung mit 134 Kindern von neun bis 14 Jahren fand laut der Autorin direkt nach dem Lernen keinen Unterschied, nach drei Wochen erinnerten die Kinder aber mehr gezeichnete Wörter.[25] Bei Sachtexten hilft Zeichnen nicht automatisch: Bei Viert- und Sechstklässlern schnitten Gruppen, die beim Zeichnen angeleitet wurden, bei Problemlöseaufgaben besser ab. Für die vierte Klasse allein war der Unterschied aber nicht signifikant, beim Wiedererkennen von Inhalten ebenfalls nicht.[26] Zeichnen kann also beim Merken einzelner Begriffe helfen; bei Erwachsenen ist das gut untersucht, bei Kindern kaum.

Gehirnjogging im Faktencheck

Hinter Gehirnjogging steht das Bild vom Gedächtnis als Muskel, der durch Training insgesamt stärker wird. Werbung für Gehirntraining setzt laut einer großen Übersicht von Simons und Kollegen oft darauf, dass Kundinnen und Kunden dieses Bild selbst mitbringen.[27]

Der Psychologe William James prüfte die Idee 1890 an sich selbst. Für 158 Verse eines Gedichts von Victor Hugo brauchte er im Schnitt 50 Sekunden pro Vers. Nach 38 Tagen Auswendiglernen von Miltons „Paradise Lost“ brauchte er für weitere 158 Verse 57 Sekunden pro Vers.[28] Er räumte ein, beim zweiten Durchgang müde gewesen zu sein. Von vier Studierenden, die den Versuch wiederholten, wurden nur zwei schneller.[27] Sein Schluss: Besser wird das Gedächtnis durch bessere Methoden, sich Fakten einzuprägen.[28]

Heutige Programme sind gründlicher untersucht. Die Übersicht von Simons und Kollegen prüfte die Studien, mit denen Anbieter werben: viele Belege für Verbesserungen in den trainierten Aufgaben, wenig für ganz andere Aufgaben oder den Alltag.[27] Beim Arbeitsgedächtnistraining Cogmed fanden randomisierte Studien bei Kindern keine Gewinne in Lesen, Rechtschreiben oder Mathematik, bei Kindern mit schwachem Arbeitsgedächtnis auch nicht zwölf und 24 Monate später.[27] Bei normal entwickelten Kindern blieben Intelligenz, Mathe und Sprache nach Arbeitsgedächtnistrainings praktisch unberührt.[29]

Mythos

Gehirnjogging macht Kinder schlauer und besser in der Schule.

Was die Forschung sagt

Nicht belegt. Eine Metaanalyse zu Trainings von Denkfunktionen wie dem Arbeitsgedächtnis fand bei Kindern eine Verbesserung der trainierten Fähigkeit (g = 0,44). Eine Übertragung auf nicht trainierte Fähigkeiten war nicht überzeugend belegt (g = 0,11, nicht signifikant).[30]

Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC warf 2016 dem Anbieter von „Lumosity“ irreführende Werbung vor, unter anderem mit dem Versprechen besserer Leistungen in der Schule. Das Unternehmen zahlte im Vergleich 2 Millionen US-Dollar, ein Urteil über 50 Millionen US-Dollar wurde wegen seiner Finanzlage ausgesetzt.[31]

Was Sie zu Hause tun können

Dafür reichen Heft, Karteikarten und ein paar Minuten an mehreren Tagen. Die ersten fünf Punkte stützen sich auf die genannten Studien, die übrigen sind praktischer Rat.

Checkliste zum Abhaken

Merken, das hält

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Wie Ihr Kind solche Strategien nach und nach ohne Sie anwendet, zeigt unser Beitrag zum selbstständigen Lernen. Ob Sticker, Geld oder Lob beim Üben helfen, ordnen wir im Faktencheck zu Belohnung und Motivation ein.

Quellen

Wir stützen uns bevorzugt auf Übersichtsarbeiten, Leitlinien und Angaben offizieller Stellen. Zuletzt geprüft am 12. Oktober 2026.

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Hat Pädagogik und Informatik studiert. Schreibt hier über den Forschungsstand zum Lernen und prüft digitale Lernhilfen technisch, bevor sie hier erwähnt werden.

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