Kinder-Tablet: worauf es beim Kauf ankommt und wie Sie es sicher einrichten
Ob Kindertablet, normales Tablet oder das alte Familiengerät: Wichtiger als Hülle und Kinder-Apps ist, wie lange das Gerät Sicherheitsupdates bekommt, was ein Kinderbereich auf Dauer kostet und welche Einstellungen vor der ersten Nutzung sitzen.
Kurz gesagt
- Laut KIM-Studie 2024 haben 14 Prozent der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren ein eigenes Tablet. Das vorhandene Familiengerät mit Kinderkonto oder gar kein eigenes Gerät sind legitime Antworten.
- Wichtiger als die Hülle sind Sicherheitsupdates. Für Tablets, die seit dem 20. Juni 2025 in Verkehr gebracht werden, verlangt die EU, dass bereitgestellte Updates mindestens fünf Jahre nach dem Verkaufsende des Modells zugänglich bleiben.
- Ein Kinderbereich ist ein Abo oder eine Einstellung, kein Schutz von allein. Amazon Kids+ etwa kostet nach dem ersten Jahr laut Amazon ab 4,99 € im Monat (Stand 04.10.2026).
- Für Kinder von sechs bis neun Jahren nennt das BIÖG höchstens 30 bis 45 Minuten Bildschirmzeit am Tag in der Freizeit. Die Leitlinie, auf die sich die Seite stützt, war laut Seite nur bis 15. Juli 2026 gültig.
Braucht ein Grundschulkind ein eigenes Tablet?
Die meisten Kinder haben keins. Für die KIM-Studie 2024 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) wurden 1.225 Kinder zwischen sechs und 13 Jahren und ihre Eltern im Herbst 2024 befragt. Ein eigenes Tablet haben laut ihren Eltern 14 Prozent der Kinder. Ein Tablet gibt es dagegen in 60 Prozent der Haushalte.[1]
Wie viele Grundschulkinder ein eigenes Tablet besitzen, weist die Studie nicht gesondert aus; die 14 Prozent gelten für die ganze Altersspanne. Beim Smartphone liegt der Anteil mit 46 Prozent deutlich höher.[1] Ab wann ein eigenes Smartphone sinnvoll sein kann, besprechen wir im Artikel zum ersten Handy.
Gut die Hälfte der Eltern (51 Prozent) hat eine feste Familienregel, ab welchem Alter ein Handy erlaubt ist. In diesen Familien liegt das vereinbarte Einstiegsalter für Handy, Smartphone und Tablet im Mittel bei neun Jahren, für WhatsApp und YouTube bei zehn.[1] Ein Grundschulkind ohne eigenes Tablet ist also nicht die Ausnahme.
Erst klären, wofür
Klären Sie zuerst, wofür Ihr Kind das Tablet nutzen soll. Für Hörspiele, ein Lernspiel am Wochenende oder Videoanrufe mit den Großeltern reicht oft das Gerät, das schon im Haus ist, mit einem eigenen Kinderkonto.
Auch gar kein eigenes Gerät ist eine legitime Antwort. Ein Tablet, das der Familie gehört und das Ihr Kind mit Ihnen zusammen nutzt, passt zu dem, was das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) für dieses Alter rät: Bildschirmmedien möglichst gemeinsam mit den Eltern zu nutzen.[2]
Kindertablet oder normales Tablet
Wir haben keines der hier genannten Geräte selbst getestet. Die Angaben stammen von den Herstellern (Stand: 04.10.2026), aus der KIM-Studie und von den genannten Behörden (so arbeiten wir).
Was ein Kindertablet ausmacht, zeigt ein Beispiel. Zum Fire HD 10 Kids (Version 2023) gehören laut Amazon ein Jahr Amazon Kids+, eine kindgerechte Hülle und zwei Jahre „Sorglos-Garantie“: Geht das Gerät kaputt, ersetzt Amazon es laut Produktseite kostenlos. Als Alter nennt Amazon „ab dem Vorschulalter“.[3]
Amazon Kids+ ist ein Abonnement für Kinder von drei bis zwölf Jahren mit werbefreien Spielen, Videos, Büchern, Podcasts, Musik und Apps. Laut Amazon enthalten die Kids+-Inhalte keine Werbung, keine In-App-Käufe und keine Links zu externen Websites oder sozialen Medien.[4] Das gilt für diese Inhalte, nicht für jede App, die Sie zusätzlich freigeben.
Nach dem ersten Jahr verlängert sich das Abo kostenpflichtig, laut Amazon ab 4,99 € pro Monat (Stand der Produktseite am 04.10.2026). Kündigen lässt es sich über das Eltern-Dashboard oder den Kundenservice. Die Kindersicherung steuern Eltern über die Amazon-Kids-App oder im Browser: Bildschirmzeiten, Gerätepausen, Lerninhalte und die Freigabe von App-Wünschen. Google Play gibt es auf Fire-Tablets nicht.[3]
Das normale Tablet mit Kinderkonto
Bei einem Tablet mit Android oder einem iPad übernimmt das Kinderkonto diese Rolle. Unter Android richten Sie es mit Google Family Link ein und legen dann fest, welche Apps Ihr Kind herunterladen, kaufen und nutzen darf, und wie lange es das Gerät nutzt.[5] Sein Google-Konto selbst verwalten darf ein Kind in Deutschland erst ab 16.[6] Bei Apple gilt ein Apple Account unter 16 als Kinderaccount, der zu einer Familienfreigabe gehören muss.[7] Ein Grundschulkind mit eigenem Tablet braucht also in beiden Fällen ein Kinderkonto in Ihrer Familiengruppe.
Samsung bietet mit Samsung Kids eine geschützte Spielumgebung, die laut Samsung „für Kleinkinder“ gedacht ist. Sie läuft als App auf dem Gerät der Eltern, braucht kein eigenes Konto und ist in Deutschland kostenlos; verlassen lässt sie sich nur mit PIN.[8] Für ein eigenes Tablet Ihres Grundschulkinds ersetzt sie das Kinderkonto nicht.
Die Hülle schützt das Gerät, nicht Ihr Kind
Ob Kindertablet oder normales Tablet: Den Schutz bringt keines von allein mit. Ein Kinderbereich ist entweder ein Abo, das nach dem kostenlosen Zeitraum Geld kostet, oder eine Einstellung, die Sie selbst vornehmen. Selbst die Jugendschutzvorrichtung, die § 12 JMStV künftig für verbreitete Betriebssysteme vorsieht, ist heute noch keine Pflicht, und auch dann ist sie ab Werk ausgeschaltet.[9], [10]
Auch eine sorgfältig eingerichtete Kindersicherung ist nicht lückenlos; Google schreibt über den eigenen Webfilter, kein Filter sei perfekt.[11] Besprechen Sie deshalb mit Ihrem Kind, was es tun soll, wenn ihm etwas Seltsames begegnet.
Kriterien: Updates, Kinderbereich, Kosten
Ausstattung wie Speicher oder Bildschirmgröße steht auf jeder Produktseite. Für die Sicherheit Ihres Kindes zählt anderes mehr:
| Darauf kommt es an | So prüfen Sie es |
|---|---|
| Wie lange es Sicherheitsupdates gibt | Auf der Produktseite oder beim Hersteller nach einer Update-Zusage suchen und lesen, ab wann sie zählt. Amazon rechnet beim Fire HD 10 Kids ab dem Zeitpunkt, an dem das Modell zuletzt neu verkauft wurde.[3] Für Geräte, die seit dem 20.06.2025 in Verkehr gebracht werden, gilt zusätzlich die EU-Regel unten.[12] |
| Kindersicherung, die zu Ihren Geräten passt | Android-Tablet: Family Link, die Eltern-App läuft auf Android ab 6.0 und auf iPhone oder iPad ab iOS 16.[5] iPad: Kinderaccount in der Familienfreigabe, den der Organisator auf seinem eigenen Gerät anlegt.[14] Fire-Tablet: Amazon-Kids-App oder Browser.[3] |
| Kinderbereich: Abo oder Einstellung | Klären, wie lange ein Abo kostenlos ist und was es danach kostet. Kids+ beim Fire HD 10 Kids: ein Jahr inklusive, danach laut Amazon ab 4,99 € im Monat (Stand 04.10.2026).[3] |
| Die Apps, die Ihr Kind nutzen soll | Vor dem Kauf nachsehen, ob es sie für das Gerät gibt. Auf Fire-Tablets gibt es kein Google Play.[3] |
| Käufe in Apps | Google Play: Genehmigung für Käufe einstellbar, gilt nur für Zahlungen über Google Play.[15] Apple: „Kaufanfrage“ bei Kindern unter 13 voreingestellt.[16] Kids+: Inhalte ohne In-App-Käufe, zusätzlich freigegebene Apps ausgenommen.[4] |
| Hülle und Garantie | Garantiebedingungen vor dem Kauf lesen. Die Hülle schützt das Gerät, nicht vor Inhalten. |
Sicherheitsupdates: die wichtigste Frage
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erklärt, dass viele Angriffe auf Sicherheitslücken zielen, die erst ein Update des Herstellers schließt, vor allem Fehler im Betriebssystem und in den Apps. Es rät, automatische Updates einzuschalten.[17] Die wichtigste Frage beim Kauf ist deshalb, wie lange das Gerät Updates bekommt.
Seit dem 20. Juni 2025 gilt dazu die EU-Ökodesign-Verordnung (EU) 2023/1670. Sie erfasst neben Smartphones auch Tablets mit Touchscreen von 7 bis unter 17,4 Zoll, ohne fest angebrachte Tastatur, mit Akku und mit einem Betriebssystem für Mobilgeräte, wie es auch Smartphones haben. Die Verordnung nennt sie „Slate-Tablets“. Für alle Tablets gilt sie also nicht.[12]
Der Kern für Eltern: Sicherheits-, Korrektur- und Funktionsupdates des Betriebssystems, die der Hersteller bereitstellt, müssen mindestens fünf Jahre lang kostenlos für alle Geräte des Modells zugänglich sein. Sicherheitsupdates müssen spätestens vier Monate nach Veröffentlichung des zugrunde liegenden Updates verfügbar sein. Die fünf Jahre zählen nicht ab Ihrem Kauf, sondern ab dem Ende des Inverkehrbringens, also ab dem Zeitpunkt, an dem das Modell nicht mehr neu auf den Markt gebracht wird.[12]
Drei Einschränkungen gehören dazu. Erstens gilt die Regel nur für Geräte, die seit dem 20. Juni 2025 in Verkehr gebracht werden.[12] Nach dem Leitfaden der EU-Kommission zum Produktrecht bezieht sich das auf jedes einzelne Gerät, nicht auf das Modell.[13] Ein Gerät, das schon vorher in den Handel kam, fällt nicht darunter, und beim Kauf eines älteren Modells können Sie das kaum erkennen. Für das Fire HD 10 Kids von 2023 etwa sagt Amazon eine eigene Frist zu: Sicherheitsupdates für mindestens vier Jahre, nachdem es zuletzt als Neugerät verkauft wurde.[3] Zweitens hängt es vom Verkaufsende ab, wie viele Jahre Ihnen ab dem Kauf bleiben, und dieses Datum steht beim Kauf eines aktuellen Modells noch nicht fest.
Drittens ist umstritten, was die Verordnung genau verlangt. Laut Wortlaut sind „zur Verfügung gestellte“ Updates „zugänglich zu machen“.[12] Ob Hersteller damit verpflichtet sind, fünf Jahre lang neue Updates zu entwickeln, wird in der Fachpresse unterschiedlich beurteilt. Lesen Sie deshalb die Zusage des Herstellers; bei älteren Modellen, für die die Verordnung nicht gilt, zählt ohnehin nur sie.
Kinderbereich und Kosten über die Jahre
Rechnen Sie bei einem Kindertablet die Zeit nach dem kostenlosen Abo-Jahr mit ein, beim Fire HD 10 Kids laut Amazon ab 4,99 € im Monat.[3] Notieren Sie sich, wann das kostenlose Jahr endet, und entscheiden Sie vorher, ob Sie verlängern oder kündigen.
Die zweite Kostenquelle sind Käufe in Apps. Bei Google Play können Sie festlegen, dass Ihr Kind für alle Inhalte, für Käufe mit der Familienzahlungsmethode oder nur für In-App-Käufe Ihre Genehmigung braucht. Das greift allerdings nur bei Zahlungen über Google Play.[15] Bei Apple ist die „Kaufanfrage“ für Kinder unter 13 von vornherein eingeschaltet: Ihr Kind muss fragen, bevor es eine neue App lädt.[16]
Ein gebrauchtes oder altes Gerät weitergeben
In 60 Prozent der Haushalte gibt es schon ein Tablet.[1] Es an Ihr Kind weiterzugeben, spart Geld und ist eine gute Lösung, solange das Gerät noch Sicherheitsupdates bekommt. Ohne Updates ist ein altes Familien-Tablet ein Risiko, auch wenn es noch gut läuft: Viele Angriffe zielen laut BSI auf Lücken, die erst ein Update schließt.[17] Ob Ihr Modell noch versorgt wird, erfahren Sie beim Hersteller.
Was das alte Gerät können muss
Prüfen Sie außerdem, ob die Kindersicherung darauf überhaupt läuft. Family Link setzt auf dem Gerät des Kindes Android 6.0 oder neuer voraus.[5] Die Zeitpläne „Ruhezeit“ und „Schulmodus“ für Nacht und Unterricht brauchen Android 7 oder neuer.[18]
Bei Apple kann ein einziges Gerät viel ausmachen. Die neue Kindersicherung von iOS und iPadOS 27 gibt es nur, wenn alle Geräte der Familie aktualisiert sind und ein Elternteil sie umstellt; sonst bleibt die bisherige Version in Betrieb.[19] Ein altes iPad, das sich nicht auf iPadOS 27 bringen lässt, hält also die ganze Familienfreigabe bei der alten Bildschirmzeit.
Vor der Weitergabe zurücksetzen
Geben Sie ein Tablet nicht mit Ihrem eigenen Konto weiter, sondern setzen Sie es zurück und richten Sie es mit dem Kinderkonto neu ein. Auf Android-Geräten gilt die Aufsicht von Family Link nicht für zusätzliche Nutzerprofile, in denen das Konto Ihres Kindes nicht angemeldet ist.[20] Ein Elternprofil, das auf dem Tablet bleibt und das Ihr Kind öffnen kann, läuft also ohne Kindersicherung.
Beim Löschen nennt das BSI eine Einschränkung: Bei aktuellen Smartphones und Tablets reicht das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen, bei älteren Geräten kann es reichen, muss aber nicht. Speicher- und SIM-Karten nehmen Sie vorher heraus.[21] Kaufen Sie ein gebrauchtes Tablet, stellen sich dieselben Fragen: Bekommt das Modell noch Updates, und läuft die Kindersicherung darauf?
Vor der ersten Nutzung einrichten
Viele Eltern stellen auf den Geräten ihrer Kinder nichts ein. Laut KIM-Studie haben 71 Prozent der Eltern, deren Kind Online-Dienste nutzt, an keinem Gerät des Kindes Sicherheitseinstellungen vorgenommen; wenn doch, dann am ehesten am Smartphone (16 Prozent) und am Tablet (13 Prozent). Feste Nutzungszeiten hat knapp die Hälfte der Eltern eingestellt, deren Kind ein eigenes Tablet hat (49 Prozent).[1]
Richten Sie das Tablet deshalb ein, bevor Ihr Kind es zum ersten Mal einschaltet, bei einem Geschenk also vor dem Einpacken. Wie das bei Android und Apple Schritt für Schritt geht und wo die Einstellungen Lücken lassen, steht im Artikel zur Kindersicherung. Beim Tablet kommt es vor allem auf diese Punkte an:
- Das richtige Geburtsdatum. Bei Apple legt der Organisator der Familienfreigabe den Kinderaccount auf seinem eigenen Gerät an. Das Geburtsdatum muss stimmen, weil die altersbasierten Einstellungen davon abhängen.[14]
- Ein Code, den Ihr Kind nicht kennt. Den Bildschirmzeit-Code Ihres Kindes legen Sie bei Apple auf Ihrem eigenen Gerät fest, nicht auf dem Tablet.[19]
- Limits pro Gerät. Bei Family Link gilt das Tageslimit für jedes Gerät einzeln. Legen Sie zwei Stunden fest, darf Ihr Kind jedes Gerät zwei Stunden nutzen.[5]
- YouTube. Für Kinder unter 13 gibt es ein YouTube-Kinderkonto mit Elternaufsicht. Welche Videos sichtbar sind, legen Sie über eine Inhaltseinstellung fest; Kommentare und eigene Kanäle sind dort nicht möglich.[22]
Checkliste zum Abhaken
Bevor Ihr Kind das Tablet bekommt
Druckt nur diesen Kasten, ohne den Rest der Seite.
Bildschirmzeit: was empfohlen wird
Das BIÖG nennt für Kinder von sechs bis neun Jahren als Orientierung: Bildschirmmedien zusammen höchstens 30 bis 45 Minuten pro Tag in der Freizeit, möglichst nicht täglich und möglichst gemeinsam mit den Eltern. Gemeint sind Fernsehen, Computer, Konsole, Tablet und Smartphone zusammen. Bei den Mahlzeiten und möglichst eine Stunde vor dem Schlafengehen sollen alle Bildschirme aus bleiben.[2]
Die BIÖG-Seite ist vom 02.12.2025 und stützt sich unter anderem auf eine medizinische Leitlinie (AWMF 027-075), deren Gültigkeit laut dieser Seite am 15. Juli 2026 endete. Die Tabelle steht weiterhin unverändert online (Stand 04.10.2026).[2] Die Werte sind deshalb eine Orientierung des BIÖG, keine aktuelle Leitlinie.
klicksafe nennt für sechs bis neun Jahre denselben Richtwert und ergänzt einen für ältere Kinder: für neun bis zwölf Jahre höchstens 45 bis 60 Minuten pro Tag. Quellen gibt die Seite dafür nicht an.[23]
Zeiten auf dem Tablet einstellen
Bei Family Link gibt es dafür das Tageslimit und für die Nacht die „Ruhezeit“.[5], [18] Bei Apple heißen die Funktionen ab iOS 27 „Nutzungszeiten“ und „Zeitplan für Bildschirmzeit“.[16] Auf den Fire-Kids-Tablets stellen Sie Bildschirmzeiten und Gerätepausen in der Amazon-Kids-App ein.[3]
Weil das BIÖG alle Bildschirme zusammen rechnet, das Tageslimit von Family Link aber pro Gerät gilt, kann ein gemeinsames Zeitbudget im Router helfen. Die FRITZ!Box etwa bietet ein „gemeinsames Budget“ für alle Geräte eines Kindes.[24] Wie Sie es einrichten, steht im Abschnitt zur Kindersicherung der FRITZ!Box.
Die Werte beziehen sich auf die Freizeit. Wie Sie Hausaufgaben und Bildschirm voneinander trennen, beschreiben wir im Beitrag zum Lernplatz.
Eine Zahl auf dem Tablet ersetzt keine Absprache. Mit dem Mediennutzungsvertrag, den klicksafe und Internet-ABC entwickelt haben, legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind fest, welche Medien und Inhalte wie lange genutzt werden dürfen.[25] Für Sechs- bis Zwölfjährige gibt es eine eigene Vorlage mit vorbereiteten Regeln, die Sie anpassen können.[26]
Quellen
Wir stützen uns bevorzugt auf Übersichtsarbeiten, Leitlinien und Angaben offizieller Stellen. Zuletzt geprüft am 4. Oktober 2026.
- [1] Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (2025). KIM-Studie 2024. Kindheit, Internet, Medien. Basisuntersuchung zum Medienumgang 6- bis 13-Jähriger. Befragung von 1.225 Kindern und ihren Haupterziehungspersonen vom 18.09. bis 07.11.2024. Abgerufen 04.10.2026. mpfs.de
- [2] Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de (Stand 02.12.2025). Tabelle: Wie oft und wie lange dürfen Kinder Medien nutzen? Die Seite stützt sich unter anderem auf die S2k-Leitlinie AWMF 027-075, die laut Seite bis 15.07.2026 gültig war. Abgerufen 04.10.2026. kindergesundheit-info.de
- [3] Amazon (o. D.). Fire HD 10 Kids-Tablet (Neueste Generation), für Kinder ab dem Vorschulalter, Version 2023, 32 GB. Produktseite auf Amazon.de (B0BL5SH7RM). Abgerufen 04.10.2026.
- [4] Amazon (o. D.). Amazon Kids+-Abonnement: Bücher, Spiele und mehr. Amazon.de-Kundenservice. Abgerufen 04.10.2026. amazon.de
- [5] Google (o. D.). Erste Schritte mit Family Link. Google für Familien-Hilfe. Abgerufen 04.10.2026. support.google.com
- [6] Google (o. D.). Mindestalter für Google-Konten. Google-Konto-Hilfe. Abgerufen 04.10.2026. support.google.com
- [7] Apple (18.09.2026). Regionsspezifische Regeln für die Verwaltung eines Apple Accounts. Apple Support. Abgerufen 04.10.2026. support.apple.com
- [8] Samsung (16.09.2026). Samsung Kids: Spielmodus für Kleinkinder starten. Samsung DE Support. Abgerufen 04.10.2026. samsung.com
- [9] KJM (2025). Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) in der Fassung des Sechsten Medienänderungsstaatsvertrages. Nichtamtliche Textfassung (PDF). Abgerufen 04.10.2026. kjm-online.de
- [10] KJM (o. D.). FAQs zum 6. Medienänderungsstaatsvertrag. Abgerufen 04.10.2026. kjm-online.de
- [11] Google (o. D.). Chrome und das Google-Konto Ihres Kindes. Google für Familien-Hilfe. Abgerufen 04.10.2026. support.google.com
- [12] Europäische Kommission (2023). Verordnung (EU) 2023/1670 vom 16. Juni 2023 zur Festlegung von Ökodesign-Anforderungen an Smartphones, Mobiltelefone, die keine Smartphones sind, schnurlose Telefone und Slate-Tablets. ABl. L 214 vom 31.8.2023, S. 47 (Art. 1, Art. 2 Nr. 8, Art. 10, Anhang II). Abgerufen 04.10.2026. eur-lex.europa.eu
- [13] Europäische Kommission (2022). The ‚Blue Guide‘ on the implementation of EU product rules 2022, Abschnitt 2.2 und 2.3. ABl. C 247 vom 29.6.2022. Abgerufen 04.10.2026. eur-lex.europa.eu
- [14] Apple (23.09.2026). Einen Apple Account für dein Kind erstellen. Apple Support. Abgerufen 04.10.2026. support.apple.com
- [15] Google (o. D.). Kaufgenehmigungen bei Google Play. Google für Familien-Hilfe. Abgerufen 04.10.2026. support.google.com
- [16] Apple (21.09.2026). Die Kindersicherung einrichten, um das iPhone oder iPad deines Kindes zu verwalten. Apple Support (iOS/iPadOS 27). Abgerufen 04.10.2026. support.apple.com
- [17] BSI (o. D.). Smartphone und Tablet effektiv schützen. Abgerufen 04.10.2026. bsi.bund.de
- [18] Google (o. D.). Zeitplan für das Gerät Ihres Kindes festlegen. Google für Familien-Hilfe. Abgerufen 04.10.2026. support.google.com
- [19] Apple (23.09.2026). Mit „Bildschirmzeit“ das iPhone oder iPad deines Kindes verwalten. Apple Support (gilt für iOS/iPadOS 27 und die Vorversion). Abgerufen 04.10.2026. support.apple.com
- [20] Google (o. D.). Ihr Kind auf einem Android-Gerät anmelden. Google für Familien-Hilfe. Abgerufen 04.10.2026. support.google.com
- [21] BSI (o. D.). Daten auf Festplatten, Datenträgern und Smartphones sicher löschen. Abgerufen 04.10.2026. bsi.bund.de
- [22] YouTube (o. D.). Was ist ein YouTube-Kinderkonto mit Elternaufsicht? YouTube-Hilfe. Abgerufen 04.10.2026. support.google.com
- [23] klicksafe (01.12.2025). Bildschirmzeit: Kinder von 6–12 Jahren. Abgerufen 04.10.2026. klicksafe.de
- [24] FRITZ! (vormals AVM) (o. D.). FRITZ!Box 7590, Wissensdokument #8: Internetnutzung mit FRITZ!Box-Kindersicherung einschränken. Bezogen auf das aktuelle FRITZ!OS. Abgerufen 04.10.2026. fritz.com
- [25] Internet-ABC (o. D.). Mediennutzungsvertrag. Abgerufen 04.10.2026. internet-abc.de
- [26] klicksafe und Internet-ABC (o. D.). Warum ein Mediennutzungsvertrag? Flyer (PDF). Abgerufen 04.10.2026. klicksafe.de
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Hat Pädagogik und Informatik studiert. Schreibt hier über den Forschungsstand zum Lernen und prüft digitale Lernhilfen technisch, bevor sie hier erwähnt werden.
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