Schulangst: wenn Ihr Kind morgens nicht in die Schule will
Bauchweh am Morgen, Tränen vor dem Schultor: Dahinter kann Angst vor etwas in der Schule stecken, Angst vor dem Abschied oder Ärger mit anderen Kindern. Wir zeigen, wie Sie das auseinanderhalten, wie Sie morgens reagieren können und wann Sie Schule und Fachleute einbeziehen.
Kurz gesagt
- Fachleute unterscheiden Angst vor etwas in der Schule (Schulangst), Angst vor der Trennung von den Eltern und Schwänzen; auch Mobbing kann dazu führen, dass ein Kind die Schule meidet.
- Die Bauchschmerzen sind echte Schmerzen, auch wenn keine körperliche Ursache gefunden wird; bei Warnzeichen wie nächtlichem Aufwachen, wiederkehrendem Fieber oder Gewichtsverlust gehört Ihr Kind in die Kinder- und Jugendarztpraxis.
- Langes Zuhausebleiben und Entschuldigungen halten das Vermeiden eher aufrecht, deshalb raten kinder- und jugendpsychiatrische Fachleute, den Schulbesuch zu halten und früh Schule und Fachleute einzubeziehen.
- Eine gültige Leitlinie zu Angststörungen bei Kindern gibt es nicht; sie ist seit Jahren in Arbeit (Stand Oktober 2026).
Angst vor der Schule oder vor dem Abschied
Wenn ein Kind morgens nicht in die Schule will, sieht das von außen oft ähnlich aus: Es klagt über Bauchweh, weint an der Haustür oder trödelt, bis es zu spät ist. Fachleute der Kinder- und Jugendpsychiatrie unterscheiden drei Formen, warum Kinder der Schule fernbleiben: Schulangst, Schulphobie und Schulschwänzen. Im Kindesalter steckt oft Angst dahinter.[1]
Schulangst: Angst vor etwas in der Schule
Bei der Schulangst richtet sich die Angst auf die Schule selbst. Das Fachportal „Neurologen und Psychiater im Netz“, hinter dem Berufsverbände und Fachgesellschaften stehen, nennt zwei Wurzeln: Leistungsangst, also die Sorge, Anforderungen nicht erfüllen zu können, und soziale Angst, etwa Scheu vor anderen Kindern oder vor Lehrkräften. Von Schulangst spricht man, wenn die tägliche Schulpflicht seelische oder körperliche Reaktionen wie Kopf- oder Bauchschmerzen auslöst.[2] Wir verwenden das Wort in diesem Artikel als Sammelbegriff für Ängste, die sich auf die Schule richten, nicht als Diagnose.
Schulphobie: Angst vor dem Abschied
Die sogenannte Schulphobie hat mit der Schule wenig zu tun, auch wenn der Name es nahelegt. Im Mittelpunkt steht die Angst, sich von den Eltern oder einer anderen Bezugsperson zu trennen.[1], [3] Von den Kindern, bei denen eine Ärztin oder ein Arzt eine Störung mit Trennungsangst festgestellt hat, verweigern zwei Drittel den Schulbesuch.[3]
Den Anforderungen im Unterricht sind diese Kinder in der Regel gewachsen. Häufig treten kurz vor der Trennung heftige Beschwerden auf, etwa Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Kreislaufschwäche. Sie sind oft schnell wieder vorbei, wenn das Kind bei seiner Bezugsperson bleiben darf.[3]
Schwänzen
Beim Schwänzen bleiben Kinder der Schule fern, in der Regel ohne Angst und ohne körperliche Beschwerden.[1] Ganz sauber trennen lassen sich die Formen aber nicht. In einer US-Langzeitstudie mit Kindern und Jugendlichen im Alter von neun bis 16 Jahren waren angstbedingtes Fernbleiben und Schwänzen verschiedene Muster, die sich aber nicht ausschlossen.[4]
Mobbing als Auslöser
Auch Mobbing und die Belastung, die daraus entsteht, können dazu führen, dass ein Kind die Schule verweigert.[1] Im Forschungsüberblick der deutschen HBSC-Studie zu Mobbing gehört mehr Schulvermeidung zu den Folgen, die mit Mobbing einhergehen.[5] Was Mobbing von Streit unterscheidet und wie Sie es mit der Schule angehen, steht im Artikel zu Mobbing in der Grundschule.
Welche Form bei Ihrem Kind vorliegt, lässt sich von außen oft nicht sicher sagen, und manchmal kommt mehreres zusammen. Dafür sind die Gespräche mit der Schule und mit Fachleuten da. Fällt der Abschied vor allem in den ersten Wochen nach dem Schulstart schwer, finden Sie im Artikel zur Einschulung, was Familien in dieser Zeit erleben.
Mythos
Jedes fünfte Kind hat Schulangst.
Was die Forschung sagt
Dafür gibt es keinen belastbaren Beleg; eine verlässliche Zahl für Grundschulkinder in Deutschland fehlt.
Belegt ist etwas anderes: Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Eine Metaanalyse von 41 Studien aus 27 Ländern kam weltweit auf 6,5 Prozent.[6] Das ist eine Zahl für Angststörungen aller Art, nicht für Schulangst.
Woran Sie es merken
Angst kann sich über den Körper und im Verhalten zeigen. Als typische Anzeichen von Leistungsangst nennt das Fachportal Bauchschmerzen, Übelkeit oder Durchfall am Morgen eines Prüfungstags, Kopfschmerzen, Schwitzen, Zittern sowie Schlaf- und Konzentrationsprobleme. Im Verhalten fallen Rückzug, Vermeiden, Tagträumen und Trödeln auf.[2]
Bei Angst vor dem Abschied kann der Zeitpunkt ein Hinweis sein: Die Beschwerden kommen, kurz bevor die Trennung ansteht, und sind oft rasch vorbei, wenn Ihr Kind zu Hause bleiben darf.[3] Achten Sie deshalb darauf, wann genau es Ihrem Kind schlecht geht: beim Frühstück, auf dem Schulweg, vor bestimmten Fächern oder erst an der Klassentür.
Fällt vor allem die Konzentration auf, finden Sie weitere mögliche Ursachen im Artikel zur Konzentration.
Bauchweh ist nicht immer Schulangst
Körperliche Beschwerden sind bei Kindern verbreitet, auch ohne Angst vor der Schule. In der HBSC-Studie 2022 hatten 31,5 Prozent der befragten Elfjährigen in Deutschland mindestens zwei Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen, Einschlafprobleme oder Gereiztheit, und das mindestens einmal pro Woche.[7] Jüngere Kinder hat die Studie nicht befragt.
Echt sind die Schmerzen in jedem Fall. Viele Kinder mit wiederkehrenden Bauchschmerzen haben keine organische Ursache, bilden sich die Schmerzen aber nicht ein; Aufregung und Angst können den Darm aktivieren. So steht es in der Elterninformation der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin.[8] Ohne Warnzeichen sollen wiederkehrende Bauchschmerzen zunächst aufmerksam beobachtet werden. Bei einem dieser Warnzeichen gehört Ihr Kind in die Kinder- und Jugendarztpraxis:[8]
- Schmerzen immer an derselben Stelle, entfernt vom Nabel
- nächtliches Aufwachen wegen der Schmerzen
- Beschwerden beim Wasserlassen
- Durchfall, der länger als vier Wochen anhält
- Blut im Stuhl oder im Erbrochenen, wiederholtes Erbrechen
- Gewichtsabnahme, fehlende Gewichtszunahme oder Wachstumsstillstand
- wiederkehrendes Fieber
Geben Sie keine Schmerzmittel, solange es keine klare ärztliche Diagnose gibt.[8]
Wenn andere Kinder der Grund sind
Mobbing geschieht oft verdeckt, etwa in der Pause oder auf dem Schulweg. Praxisliteratur, die die Bundeszentrale für politische Bildung zitiert, nennt mögliche Hinweise: Ihr Kind kommt bedrückt nach Hause und zieht sich zurück, die Leistungen fallen ab, vor dem Schulweg klagt es über Bauchweh, Kopfschmerzen oder Appetitlosigkeit, es bekommt keine Einladungen zu Kindergeburtstagen, Sachen gehen „verloren“, es hat Albträume. Nicht immer steckt Mobbing dahinter.[9] Fragen Sie in einer ruhigen Minute nach, wie es in den Pausen und auf dem Schulweg läuft, und sprechen Sie die Klassenlehrkraft an.
Was Sie morgens tun können
Wenn Ihr Kind morgens weint oder vor Bauchweh kaum frühstücken kann, ist der Wunsch verständlich, es zu Hause zu lassen und erst einmal zu schonen. Das Fachportal beschreibt, warum das auf Dauer nicht hilft: Eltern, die aus Mitleid Entschuldigungen schreiben, stützen damit das Vermeidungsverhalten ihres Kindes und verstärken den Teufelskreis.[2] Je länger ein Kind zu Hause bleibt, desto schwerer wird die Rückkehr.
Das ist kein Vorwurf. Eltern, die ihr Kind schützen wollen, handeln aus gutem Grund, und niemand schickt gern ein weinendes Kind aus dem Haus. Es heißt aber: Zuhausebleiben allein ist keine Lösung. Holen Sie früh die Schule und Fachleute dazu, statt die Fehltage allein aufzufangen.
Mythos
Lassen Sie Ihr Kind zu Hause, bis die Angst vorbei ist.
Was die Forschung sagt
Fachlich empfohlen wird das Gegenteil, und zwar zusammen mit Hilfe. Eine Übersichtsarbeit im Deutschen Ärzteblatt von 2010 hält fest, dass Schulvermeidung mit schlechter seelischer Gesundheit und ungünstigen Folgen bis ins Erwachsenenalter zusammenhängt. Ärztinnen und Ärzte sollen an eine psychische Erkrankung denken und, statt Krankschreibungen auszustellen, die das Problem eher aufrechterhalten, rasch an die Kinder- und Jugendpsychiatrie überweisen.[10]
Bei Angst vor der Trennung nennt das Fachportal den regelmäßigen Schulbesuch als Sofortmaßnahme, verbunden mit einer kinder- und jugendpsychiatrischen Abklärung.[3] Das gilt nicht, wenn Ihr Kind krank ist oder Warnzeichen einer körperlichen Erkrankung zeigt.
Trösten, ermutigen, dranbleiben
Was stattdessen hilft, beschreibt das Fachportal so: trösten, ohne zu schimpfen, ermutigen und loben, das Kind annehmen und viel Geduld haben.[2] Für Kinder mit Angst vor dem Abschied raten Fachleute der Kinder- und Jugendpsychiatrie dort: Bei Beschwerden am Morgen trösten, aber auf den Schulbesuch drängen. Für einen Arztbesuch, falls er nötig ist, bleibt nach dem Unterricht am Nachmittag noch Zeit.[3] Ausgenommen sind die Warnzeichen oben und Tage, an denen Ihr Kind krank ist.
Dieselben Fachleute raten auch davon ab, dass ein Elternteil „zum Beistand“ mit in die Schule kommt: Bei Angst vor der Trennung nütze das nichts, sondern schade.[3] Im Alltag kann das so aussehen:
- Planen Sie den Morgen so, dass keine Hetze entsteht, und halten Sie den Ablauf jeden Tag gleich.
- Verabschieden Sie sich kurz und freundlich an einer festen Stelle, zum Beispiel am Schultor.
- Vereinbaren Sie mit der Lehrkraft, wer Ihr Kind morgens in Empfang nimmt.
- Sprechen Sie über Sorgen lieber am Nachmittag oder Abend als in der Minute vor dem Abschied.
- Loben Sie den Mut, wenn Ihr Kind trotz Angst gegangen ist, auch wenn der Tag schwer war.
Keine Beruhigungsmittel
Das Fachportal rät, einem ängstlichen Kind von Ausnahmen abgesehen keine Beruhigungsmittel zu geben, auch keine Baldriantropfen oder Globuli.[2]
Mit der Schule sprechen
Sprechen Sie früh mit der Klassenlehrkraft, am besten bevor sich Fehltage häufen. Das Fachportal hält bei Schulangst die Zusammenarbeit aller Beteiligten für wünschenswert: Eltern, Lehrkräfte, Kind, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Schulpsychologie und Sozialpädagogik.[2] Die Lehrkraft sieht, was Sie zu Hause nicht sehen: wie Ihr Kind in den Pausen ist, wie es mit Aufgaben zurechtkommt und mit wem es spielt.
Was die Schule tun muss: das Beispiel NRW
Für die Schulen sind die Länder zuständig.[11] Ein Beispiel ist Nordrhein-Westfalen: Dort sind die Eltern dafür verantwortlich, dass ihr Kind regelmäßig am Unterricht teilnimmt. Lehrkräfte und Schulleitung müssen Kinder, die nicht kommen, zum regelmäßigen Schulbesuch anhalten und auf die Eltern einwirken. Bei Krankheit benachrichtigen die Eltern die Schule sofort und nennen den Grund schriftlich. Hat die Schule begründete Zweifel, ob Ihr Kind aus gesundheitlichen Gründen fehlt, kann sie ein ärztliches Attest verlangen (§§ 41 und 43 SchulG NRW).[12]
Fragt die Schule bei häufigen Fehltagen nach, erfüllt sie in NRW also eine gesetzliche Pflicht. Besser ist, Sie kommen ihr zuvor und schildern die Lage selbst. Wie Krankmeldung, schriftliche Entschuldigung und Attest in Ihrem Land geregelt sind, steht im Artikel zur Entschuldigung für die Schule.
Prüfen, ob Ihr Kind überfordert ist
Bei Schulangst sollte geklärt werden, ob Ihr Kind schulisch überfordert ist. Eine Leistungs- und Intelligenzdiagnostik kann laut Fachportal in der Kinder- und Jugendpsychiatrie oder bei der Schulpsychologie erfolgen. Bei Überforderung in der Grundschule sollen gezielte Fördermaßnahmen wie Förderunterricht oder Nachhilfe eingesetzt werden.[2] Die schulpsychologische Beratung ist zum Beispiel in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg kostenfrei und vertraulich.[13], [14], [15] In den übrigen Ländern fragen Sie bei der Schule nach.
Checkliste zum Abhaken
Für das Gespräch mit der Lehrkraft
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Wann Sie Hilfe holen
Warten Sie nicht zu lange. Hilfe soll kommen, bevor Ängste und Vermeiden chronisch werden; sie kann in der Behandlung der Angst bestehen oder darin, eine Mobbingsituation zu lösen.[1] Bei Angst vor der Trennung wird Eltern dringend eine kinder- und jugendpsychiatrische Abklärung geraten.[3] Hält eine Schulangst hartnäckig an, ist eine fachärztliche Untersuchung angezeigt.[2]
Für eine Psychotherapie brauchen Sie keine Überweisung. Der erste Schritt ist die psychotherapeutische Sprechstunde. Wer keinen Termin findet, bekommt Hilfe über die 116117, den Terminservice der Kassenärztlichen Vereinigungen. Bei Kindern gibt es zusätzliche Stunden, wenn Bezugspersonen einbezogen werden.[16]
Für Sie als Eltern gibt es außerdem die Erziehungsberatung, eine Leistung der Kinder- und Jugendhilfe nach § 28 SGB VIII.[17] Nach Angaben der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung gibt es über 1.000 Erziehungs- und Familienberatungsstellen in Deutschland; die Beratung ist streng vertraulich und kostenfrei, auch online.[18] Das Elterntelefon der Nummer gegen Kummer berät auch bei Schwierigkeiten in der Schule, bundesweit kostenlos und anonym.[19]
Was Behandlung erreichen kann
Eine Studie aus Essen gibt einen Eindruck davon, was realistisch ist. Untersucht wurden 112 Kinder und Jugendliche, die die Schule mieden und in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanz behandelt wurden. Nach sechs Monaten gingen rund 60 Prozent wieder regelmäßig zur Schule, und die Besserung hielt nach zwölf Monaten an. Ein spezielles Behandlungsprogramm war dabei nicht besser als die übliche Behandlung (60,6 gegenüber 58,3 Prozent); eine Gruppe ohne Behandlung gab es nicht.[20] Wie viel der Besserung auf die Behandlung zurückgeht, lässt sich deshalb nicht sagen. Deutlich wird aber: Ein großer Teil fand zurück in die Schule, nur nicht alle und nicht über Nacht.
Eine Leitlinie gibt es noch nicht
Eine Leitlinie für Angststörungen bei Kindern ist seit Jahren in Arbeit und noch nicht erschienen (Stand Oktober 2026). Die Leitlinie „Prävention, Diagnostik und Therapie von Angststörungen des Kindes- und Jugendalters“ wurde im Juni 2020 angemeldet, fertig sein sollte sie im Mai 2025. Im Februar 2026 stand sie noch auf der Liste der laufenden Leitlinien.[21] Die bestehende S3-Leitlinie zur Behandlung von Angststörungen gilt für Erwachsene und behandelt Trennungsangst nicht.[22] Wenn Sie zu Schulangst „laut Leitlinie“ lesen, fragen Sie nach, welche gemeint ist.
Wo Sie Hilfe bekommen
Holen Sie sich Rat, wenn zum Beispiel einer dieser Punkte zutrifft.
- Die Bauchschmerzen kommen mit Warnzeichen wie nächtlichem Aufwachen, wiederkehrendem Fieber oder Gewichtsabnahme: dann zuerst in die Kinder- und Jugendarztpraxis.
- Ihr Kind fehlt immer wieder oder kommt morgens kaum noch aus dem Haus, obwohl Sie mit der Schule schon Absprachen getroffen haben.
- Die Beschwerden kommen vor allem vor dem Abschied und sind vorbei, sobald Ihr Kind bei Ihnen bleiben darf.
- Ihr Kind zieht sich zurück, schläft schlecht oder wirkt über Wochen bedrückt.
- Es gibt Hinweise, dass andere Kinder Ihr Kind ausgrenzen, verspotten oder ihm wehtun.
- Die Schule sieht Anzeichen, dass Ihr Kind mit den Anforderungen nicht zurechtkommt.
Erste Ansprechpartner
Bei körperlichen Beschwerden die Kinder- und Jugendarztpraxis. Bei anhaltendem Vermeiden oder Angst vor der Trennung eine Praxis oder Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie; für die psychotherapeutische Sprechstunde brauchen Sie keine Überweisung, bei der Terminsuche hilft die 116117. Für Fragen zur Schule die Klassenlehrkraft und die schulpsychologische Beratung, kostenfrei und vertraulich zum Beispiel in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. Für Sie als Eltern eine Erziehungsberatungsstelle (kostenfrei, vertraulich) und das Elterntelefon der Nummer gegen Kummer: 0800 111 0 550, montags, mittwochs und freitags 9 bis 17 Uhr, dienstags und donnerstags 9 bis 19 Uhr, kostenlos und anonym. Ihr Kind selbst erreicht das Kinder- und Jugendtelefon unter 116 111, montags bis samstags 14 bis 20 Uhr. Telefonzeiten: Stand Oktober 2026.
Quellen
Wir stützen uns bevorzugt auf Übersichtsarbeiten, Leitlinien und Angaben offizieller Stellen. Zuletzt geprüft am 12. Oktober 2026.
- [1] Neurologen und Psychiater im Netz, Ratgeber-Archiv (08.06.2015). Schulverweigerung: oft ist Angst die Ursache. Pressemeldung mit Dr. Ingo Spitczok von Brisinski, Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie (BKJPP). Abgerufen am 11.10.2026. neurologen-und-psychiater-im-netz.org
- [2] Neurologen und Psychiater im Netz (herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften; fachliche Unterstützung Prof. Dr. J. Hebebrand und Dr. V. Reissner, DGKJP). Schulangst, Rubrik „Schulvermeidung (Schulangst, Schulphobie) & Schuleschwänzen“. Webseite, ohne Datum. Abgerufen am 11.10.2026. neurologen-und-psychiater-im-netz.org
- [3] Neurologen und Psychiater im Netz (wie [2]). Schulphobie, Rubrik „Schulvermeidung (Schulangst, Schulphobie) & Schuleschwänzen“. Webseite, ohne Datum. Abgerufen am 11.10.2026. neurologen-und-psychiater-im-netz.org
- [4] Egger, H. L., Costello, E. J. & Angold, A. (2003). School refusal and psychiatric disorders: a community study. Journal of the American Academy of Child and Adolescent Psychiatry, 42(7), 797–807. doi.org
- [5] Fischer, S. M. & Bilz, L. für den HBSC-Studienverbund Deutschland (2024). Mobbing und Cybermobbing an Schulen in Deutschland: Ergebnisse der HBSC-Studie 2022 und Trends von 2009/10 bis 2022. Journal of Health Monitoring, 9(1), 46–67. Robert Koch-Institut. doi.org
- [6] Polanczyk, G. V., Salum, G. A., Sugaya, L. S., Caye, A. & Rohde, L. A. (2015). Annual research review: A meta-analysis of the worldwide prevalence of mental disorders in children and adolescents. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 56(3), 345–365. doi.org
- [7] Reiß, F., Behn, S., Erhart, M. u. a. (2024). Subjektive Gesundheit und psychosomatische Beschwerden von Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Ergebnisse der HBSC-Studie 2009/10 bis 2022. Journal of Health Monitoring, 9(1), 7–24. Robert Koch-Institut. doi.org
- [8] Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), erstellt von der Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung (GPGE) (2019, Webfassung). Elterninformation Bauchschmerzen. Abgerufen am 11.10.2026. dgkj.de
- [9] Sander, W. / Bundeszentrale für politische Bildung (01.10.2008). Sachanalyse: Mobbing. Zitiert unter anderem Jannan (2008). Abgerufen am 11.10.2026. bpb.de
- [10] Knollmann, M., Knoll, S., Reissner, V., Metzelaars, J. & Hebebrand, J. (2010). Schulvermeidendes Verhalten aus kinder- und jugendpsychiatrischer Sicht: Erscheinungsbild, Entstehungsbedingungen, Verlauf und Therapie. Deutsches Ärzteblatt International, 107(4), 43–49. doi.org
- [11] Bundesregierung (2024). Antwort auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU „Mobbing an deutschen Schulen“. Deutscher Bundestag, Drucksache 20/10912. Abgerufen am 11.10.2026. dserver.bundestag.de
- [12] Land Nordrhein-Westfalen. Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (SchulG) vom 15.02.2005, zuletzt geändert durch Gesetz vom 21.07.2026, §§ 41 und 43. BASS 1-1. Abgerufen am 11.10.2026. bass.schule.nrw
- [13] Staatliche Schulämter Hessen. Schulpsychologische Beratung und Prävention. Webseite, ohne Datum. Abgerufen am 04.10.2026. schulaemter.hessen.de
- [14] Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Staatliche Schulberatung in Bayern. Webseite, ohne Datum. Abgerufen am 04.10.2026. schulberatung.bayern.de
- [15] Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. Schulpsychologische Dienste. Webseite, ohne Datum. Abgerufen am 04.10.2026. km.baden-wuerttemberg.de
- [16] Kassenärztliche Bundesvereinigung, Patientenservice 116117. Psychotherapie. Webseite, ohne Datum. Abgerufen am 11.10.2026. 116117.de
- [17] Sozialgesetzbuch Achtes Buch (SGB VIII), § 28 Erziehungsberatung. gesetze-im-internet.de, abgerufen am 11.10.2026. gesetze-im-internet.de
- [18] Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke). Erziehungsberatung. Webseite, ohne Datum. Abgerufen am 11.10.2026. bke.de
- [19] Nummer gegen Kummer e. V. Elterntelefon, FAQ Elterntelefon und Kinder- und Jugendtelefon. Webseiten, ohne Datum. Abgerufen am 11.10.2026. nummergegenkummer.de
- [20] Reissner, V., Jost, D., Krahn, U., Knollmann, M., Weschenfelder, A. K., Neumann, A., Wasem, J. & Hebebrand, J. (2015). The Treatment of School Avoidance in Children and Adolescents With Psychiatric Illness. Deutsches Ärzteblatt International, 112(39), 655–662. doi.org
- [21] Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) (Stand 10.02.2026). Leitlinien für DGSPJ-Homepage 02-2026 (Liste laufender und fertiggestellter Leitlinien), Eintrag 028-022 „Prävention, Diagnostik und Therapie von Angststörungen des Kindes- und Jugendalters“, S2e, federführend DGKJP, angemeldet 01.06.2020, geplante Fertigstellung 31.05.2025. Abgerufen am 11.10.2026. dgspj.de
- [22] Bandelow, B. u. a. (2021). Deutsche S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen, Version 2.0, Kurzfassung, Stand 06.04.2021. AWMF-Registernummer 051-028. Gilt für Erwachsene; nächste Überprüfung war für 04/2026 geplant. Abgerufen am 11.10.2026. register.awmf.org
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Hat Pädagogik und Informatik studiert. Schreibt hier über den Forschungsstand zum Lernen und prüft digitale Lernhilfen technisch, bevor sie hier erwähnt werden.
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