In vielen Familien ist es völlig normal: Wenn in der Schule nicht alles nach Plan läuft, schalten sich die Eltern ein und versuchen, die schwachen Noten durch Hilfe bei den Hausaufgaben wieder aufzubessern. Pädagogen warnen aber vor zu viel Hilfe seitens der Erziehungsberechtigten. Eltern können ihren Kindern oft am besten helfen, indem sie nicht helfen. Hausaufgaben sollen nicht nur die Leistung des Kindes, sondern auch die Selbstständigkeit und Persönlichkeitsentwicklung fördern. Ihr Kind soll merken: Wenn ich mich anstrenge, habe ich auch Erfolg. Greifen die Eltern ein, bleibt dieser Effekt aus. Sind die Eltern zudem ungeduldig, können die Aufgaben zur Belastung werden.
Die Schulgesetze der Länder schreiben vor, dass Hausarbeiten so ausgerichtet sein müssen, dass die Schüler sie allein lösen können. Lehrer sind verpflichtet, die Hausaufgaben auf die Leistungsfähigkeit der einzelnen Schüler abzustimmen. Untersuchungen zeigen aber, dass die Aufgaben meist für alle Schüler gleich sind. Dadurch sind einige Schüler unter-, andere dagegen überfordert.
Der Lehrer Ihres Kindes braucht die Rückmeldung, ob die Aufgaben verstanden wurden oder ob er weitere Übungen zu dem Thema machen muss. Hat Ihr Kind über längere Zeit Probleme mit den Hausaufgaben, sprechen Sie am besten den Lehrer an. Manchmal ist ein Lehrer der Grund, und wenn mehrere Kinder betroffen sind , können Sie das Thema auf einem Elternabend ansprechen.