Nicht nur an Hauptschulen nimmt der Zoff zu, sondern auch von Grund-, Realschulen und Gymnasien wird immer öfter über Konflikte und Auseinandersetzungen zwischen Schülern berichtet. Ein Modell gegen die verbale Gewalt auf dem Schulhof vertreten die Streitschlichter. Lesen Sie hier, ob sich dieses Modell für Ihre Schule lohnen könnte.
Das Wort Mediation kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt: Vermittlung. Streitschlichter an Schulen haben also die Aufgabe, als unparteiische Dritte zwischen den verfeindeten Parteien zu vermitteln. Gemeinsam soll eine Lösung gefunden werden, mit der alle streitenden Parteien einverstanden sind. Streitschlichter unterstützen die Kontrahenten darin, ihre Probleme ohne Gewalt zu lösen und zusammen nach Kompromissen zu suchen. Zur Konfliktlösung verwenden sie unterschiedliche Methoden, zum Beispiel das aktive Zuhören oder das Senden von Ich-Botschaften. Von diesen Verhaltensweisen profitieren nicht nur die Streitenden, sondern durchaus auch die Vermittler in den Schlichtungssituationen.
Zuhören heißt, sich in die anderen Parteien hineinzuversetzen, ihnen volle Aufmerksamkeit zu schenken und dabei nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf Zwischentöne oder die Körpersprache zu achten. Der aktive Zuhörer versucht, sich in den Gesprächspartner einzufühlen, beim Gespräch mitzudenken sowie seinem Gegenüber Aufmerksamkeit und Interesse entgegenzubringen.