Damit Ihr Kind in der Schule erfolgreich ist, reicht es oft nicht, nur intelligent und lernbereit zu sein. Erfolgreiche Schülerinnen/Schüler und ihre Eltern haben auch einen guten Draht zum Lehrer. Besonders bei einem Problem mit dem Leherer ist es enorm hilfreich zu wissen, welche Vorgehensweise am ehesten zur Lösung beiträgt. Lesen Sie hier, auf was Sie besonders achten sollten, damit sich keine negativen Folgen für Ihr Kind ergeben.
Lehrerinnen und Lehrer sind auch nur Menschen. Obwohl sie als Pädagogen eine ganz besondere Vorbildfunktion innehaben und stets gerecht und ausgeglichen sein sollten, können sie doch nicht immer über ihren eigenen Schatten springen. Ebenso wie andere Menschen auch haben sie individuelle Temperamente, Vorlieben und Eigenheiten, die sich im Unterricht und in Elterngesprächen mehr oder weniger stark zeigen. Besonders in Konfliktsituationen, wenn die Gefühle in Aufruhr geraten, zeigt sich die individuelle Persönlichkeit meistens deutlich. Im Großen und Ganzen sollten Sie vier verschiedene Lehrertypen unterscheiden: Der dominante Lehrertyp+ möchte das Problem schnell lösen und hat häufig wenig Zeit für Detailfragen + bevorzugt direkte Antworten, so dass selten Missverständnisse entstehen + weiß, was er will, und setzt sich dafür ein, wirkt engagiert und interessiert + liebt Herausforderungen und scheut sich auch nicht, schwierige Probleme anzugehen + ist ein ideenreicher Entwicklertyp, der mit kreativen Lösungsvorschlägen aufwartet – will Recht haben und kann daher Fehler schlecht eingestehen – ist unter Druck beherrschend und autoritär, lässt andere Meinungen nur schwer zu – ist ungeduldig und lässt weniger selbstbewussten Eltern wenig Raum für ihre Sorgen – kontrolliert andere gerne und denkt, er kenne alle Hintergründe – hat Angst davor, die Kontrolle zu verlieren, deshalb kann er Fehler nur schwer eingestehen So gehen Sie mit dem dominanten Lehrer richtig umDer dominante Lehrertyp geht einem Konflikt nicht aus dem Weg, hat jedoch meistens schon die Lösung für das Problem parat. Wenn das Ergebnis eines Konfliktgesprächs seinen Vorstellungen nicht entspricht, wird er ungeduldig, und unter Umständen verliert er den gerechten und distanzierten Blick. Der dominante Typ braucht das Gefühl, gesiegt zu haben, deshalb setzt er seine Gesprächspartner auch gerne unter Druck: „Jetzt sollten wir aber zum Schluss kommen, ich habe ja noch anderes zu tun. Wir machen es so!“ Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken. Mein Tipp: Vereinbaren Sie eine feste Sprechzeit und -dauer, damit der dominante Typ sich darauf einstellen kann. Stellen Sie seine Vorschläge nicht allzu offensichtlich in Frage. Stimmen Sie lieber zu, aber erweitern Sie seinen Rat um Ihre persönlichen Wünsche. „Ich denke, da haben Sie Recht. Aber meinen Sie nicht auch, dass Simon eigentlich mehr kann, als er zeigt?“ Wenn Sie das Gefühl haben, sich nicht gegen die Argumente wehren zu können, vertagen Sie lieber und setzen Sie das Gespräch zu einem anderen Zeitpunkt fort. Sie haben dann wieder eine neue Ausgangsposition, denn oft bringt ein zeitlicher Aufschub auch eine veränderte Situation mit sich. Lesen Sie dazu auch auf dieser Seite unter Übungen › Eltern-Lehrer-Kommunikation › 5 Tipps fürs Lehrergespräch. Der initiative Lehrertyp+ ist offen, sagt ehrlich seine Meinung und erwartet dies auch von den Eltern + spricht über seine Gefühle und kann gut vermitteln, was an einer Situation schwierig ist + möchte den Gesprächspartner überzeugen, daher nimmt er sich für seine Argumente viel Zeit + kann gut kooperieren, mit solch einem Lehrer können gut Vereinbarungen getroffen werden + hat ein ehrliches Interesse daran, seine Schüler zu fördern und weiterzubringen – regt sich schnell auf, denn manchmal fehlt ihm die pädagogische Distanz – redet gerne und viel, denn er hat sich viele Gedanken zu dem Problem gemacht und möchte diese auch mitteilen – redet sich selbst gerne heraus, denn bei so viel Initiative kann ja nicht von Schuld geredet werden – hat Angst davor, nicht anerkannt zu werden, denn seine kollegiale Art geht manchmal auf Kosten der Autorität Aufschluss über die anderen Lehrertypen erhalten Sie in der Januar-Ausgabe von "Lernen und Fördern mit Spaß", die Sie als Abonnent in unserem Shop herunterladen können.
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