Bei manchen Kindern ist eine Lernstörung so stark ausgeprägt, dass es mit der schulischen und familiären Unterstützung allein nicht getan ist. Förderkurse oder Binnendifferenzierung im Unterricht stoßen manchmal an ihre Grenzen, wenn ein Schüler massiv betroffen ist. Die Unterstützung in der Klasse oder in der Kleingruppe reicht dann nicht aus – eine individuelle Einzelförderung wird nötig. Lesen Sie, welche Hilfsmöglichkeiten und Lerntipps es noch gibt.
Wenn trotz schulischer Förderung und häuslicher Unterstützung keine Verbesserung in den Leistungen Ihres Kindes eintritt, sollten Sie unbedingt über eine außerschulische Lerntherapie nachdenken. In bestimmten Fällen werden die Kosten für solch eine Förderung vom Jugendamt nach § 35 a KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz) übernommen. Im Gegensatz zu den schulischen Förderangeboten wird hier auch einzeln mit den Kindern gearbeitet.
Die ausgebildeten Pädagogen oder Psychologen bauen das Selbstbewusstsein der Schüler wieder auf, stärken ihre Lernmotivation und behandeln die Lernstörung. In der Regel wird zu Beginn der Therapie eine umfassende Diagnostik durchgeführt und ein darauf basierender Förderplan erstellt. In Absprache mit den Eltern wird dann anfangs im Einzelkontakt und später in kleinen Gruppen gearbeitet. Je nach Stärke der Störung kann solch eine Therapie bis zu zwei Jahren dauern.