Wenn sich herausstellt, dass ein Kind in der Schule besondere Schwierigkeiten hat, ist niemand davon begeistert. Die Eltern machen sich Sorgen, die Lehrkräfte suchen nach sinnvollen Förderungen, und das betroffene Kind leidet unter dem Druck und den fast täglich auftretenden Misserfolgserlebnissen. In dem folgenden Beitrag erfahren Sie, wie Sie Ihrem Kind bei Lernschwächen am besten helfen.
Wenn sich trotz intensiver Förderung nur langsam Verbesserungen einstellen, kann leicht ein Teufelskreis von Misserfolgen, negativen Erwartungen und sinkendem Selbstwertgefühl bei Ihrem Kind entstehen. Vorwürfe und Schuldzuweisungen helfen nicht weiter. Ein Kind mit einer Legasthenie, Dyskalkulie oder Konzentrationsschwierigkeiten kann sich alleine nicht helfen. Es braucht qualifizierte Förderung und auf dem mühsamen Weg aus der Lernschwäche den seelischen Rückhalt von seiner Familie. Doch wie sollen sich Eltern verhalten, wenn trotz erkannter Lernschwäche und beginnender Förderung die Noten nicht schnell besser werden?
Es ist sicher nicht einfach, die eigene Enttäuschung über ein schlechtes Ergebnis runterzuschlucken, wenn die Klassenkameraden in der Arbeit gut abgeschnitten haben. Dabei spiegelt die Note unter der Arbeit nicht die tatsächlichen Leistungen ihres Kindes wider. In erster Linie ist einem Kind zugute zu halten, dass es sich trotz seines Handicaps engagiert und anstrengt. Betrachten Eltern die Klassenarbeit nun genau, so werden sie sicherlich Fortschritte in den Leistungen des Kindes entdecken können. Vielleicht hat es statt 35 nur 28 Fehler gemacht, diesmal 3/4 der Mathematikarbeit geschafft oder sich über einen längeren Zeitraum störungsfrei verhalten.
Suchen Sie unbedingt die positiven Aspekte und sprechen Sie diese an: „Sieh mal, diesmal hast du alle Ableitungen richtig geschrieben (Baum-Bäume).“ Oder: „Prima, du hast zwar nicht alle Ergebnisse richtig gerechnet, aber sehr sorgfältig gearbeitet und nicht ein einziges Mal die Vorzeichen verwechselt.“