Natürlich können und wollen Lehrer und Lehrerinnen sich den Schwierigkeiten ihrer Schüler mit Lernschwächen oder Teilleistungsstörungen nicht verschließen. Da nicht alle Probleme sofort bei der Einschulungsuntersuchung auffallen, müssen sie wachsam und sensibel sein. Lesen Sie, welche Fördermöglichkeiten es in den Schulen gibt.
Im Laufe des ersten Schuljahres festigt sich die Klassengemeinschaft, und jedes Kind findet seinen Platz. Verhaltensauffällige, unkonzentrierte, hyperaktive Kinder kristallisieren sich jetzt schon deutlich heraus, da sie im Unterricht einen Störfaktor darstellen. Eltern von Kindern mit Aufmerksamkeitsstörungen erleben früh die ersten Lehrergespräche über das Verhalten ihres Kindes.
Lassen Sie sich von solchen Gesprächen nicht zu stark beunruhigen, nehmen Sie sie aber auch nicht auf die leichte Schulter. Wenn ein Lehrer schon in den ersten Wochen Gesprächsbedarf zeigt, braucht Ihr Kind mit großer Wahrscheinlichkeit Unterstützung. Für unruhige und aufmerksamkeitsschwache Kinder helfen erst mal die folgenden Schritte:
Manche Teilleistungsstörungen hingegen fallen oft erst später auf, wenn die Kinder am Ende des ersten Schuljahres oder sogar erst am Ende der zweiten Klasse die geforderten Fähigkeiten wie Lesen, Rechnen und Schreiben nicht beherrschen. Sofern es die Kapazität der Schule zulässt, werden für einige Kinder dann zusätzliche Förderstunden angeboten. Dort wird versucht, die unterschiedlichen Schwierigkeiten durch gezielte Förderung zu verringern. Es gibt Angebote für konzentrationsschwache Kinder, für lese-rechtschreibschwache Kinder und manchmal auch für hochbegabte Schüler. Nicht allen Schulleitern gelingt es jedoch, diese Förderstunden vorzuhalten. Lehrermangel oder ein hoher Krankheitsstand verhindern manchmal die wichtige Unterstützung der betroffenen Schüler und Schülerinnen.
Informationen über den sogenannten "Nachteilsausgleich" und darüber, welches Kind Förderunterricht bekommt erhalten Sie in der Schwerpunktausgabe Lernschwächen von "Lernen und Fördern mit Spaß".