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22.10.2017

So gelingt der Start in die Schule

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Ein neuer Lebensabschnitt beginnt, wenn Ihr Kind in die Schule kommt. Das ist nicht nur für den Erstklässler selbst, sondern auch für Sie als Eltern eine große Herausforderung. Anders als im Kindergarten gelten nun verbindliche Anwesenheitszeiten im Unterricht, von Ihrem Kind wird mehr Selbstständigkeit gefordert, und die gezielten Leistungsanforderungen sind auch neu. Gerade in den ersten Wochen und Monaten braucht ein Kind die Hilfe seiner Familie, um diesen Anforderungen gewachsen zu sein. Wir zeigen Ihnen, was Sie im Vorfeld der Einschulung und in der wichtigen Anlaufphase tun können, um Ihr Kind optimal zu unterstützen.

Wenn Kinder in die Schule kommen, hören sie oft von allen Seiten Anekdoten und Geschichten rund um die Einschulung. Manchmal besuchen sie die zukünftige Schule auch schon vor dem ersten Schultag mit ihrer Kindergartengruppe. Eltern, Großeltern und Freunde erzählen von ihren eigenen Erfahrungen, aus Bilderbüchern und durch das Fernsehen wird ebenfalls ein spezielles Bild über den Schulalltag vermittelt. Welche der Informationen bei Ihrem Kind letztlich ankommen, entscheidet nicht unwesentlich darüber, ob es sich auf seine Einschulung freut oder ihr eher skeptisch und vielleicht sogar ängstlich gegenübersteht. Je mehr Sie Ihr Kind jedoch an den Entscheidungen rund um die Einschulung beteiligen, desto sicherer wird es sich fühlen. Beantworten Sie seine Fragen, räumen Sie Befürchtungen aus und schüren Sie keine Ängste mit Äußerungen wie: „In der Schule fängst der Ernst des Lebens an!“ Unterlassen Sie auch unbedingt kritische Äußerungen zu Lehrern oder Unterrichtsinhalten, denn sie könnten Ihr Kind schon im Vorfeld negativ beeinflussen und seine Lernmotivation schmälern. Im Unterricht werden Sie nicht dabei sein können, und Ihr Kind muss lernen, in der Schule mutig und selbstbewusst mitzuarbeiten.

Schule im Wandel

In den letzten Jahren ist die Schullandschaft in Bewegung gekommen: Die Unterrichtskonzepte und Lerninhalte von früher haben sich stark verändert. Erzählungen von Großeltern oder Eltern sind daher nicht mehr auf heute zu übertragen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind sich keine zu konkreten Vorstellung von der Schule macht, die dann enttäuscht werden. Legen Sie vielmehr Wert darauf, dass Ihr Kind unterschiedliche Meinungen und die Vielfalt der individuellen Sichtweisen kennen lernt.

Diese Fähigkeiten braucht Ihr Kind für die Schule

Vor der Einschulung muss kein Kind bereits lesen und schreiben können, aber trotzdem werden einige Fähigkeiten für das Lernen vorausgesetzt. Bereits bei der Schuleingangsuntersuchung im Frühjahr des Einschulungsjahres wird dies abgeklärt. Grob lassen sich diese Voraussetzungen in drei Bereiche untergliedern: körperliche, emotionale und geistige Reife. Stellen Sie nach der Untersuchung bei Ihrem Kind einen Förderbedarf fest, so haben Sie jetzt in den Sommerferien noch Zeit, daran zu arbeiten, damit der Schulstart optimal gelingt. Aber bitte setzen Sie weder sich noch Ihr Kind unter Stress, sondern planen Sie auch genügend Freizeit zum Spielen ein!

Körperliche Voraussetzungen lassen sich an folgenden Kriterien messen

  • Hat sich der Körperbau Ihres Kindes von der kleinkindlichen Form schon verändert und ist Ihr Kind deutlich gewachsen?
  • Wirkt Ihr Kind motorisch sicher beim Gehen, Hüpfen, Rennen und Springen?
  • Kann Ihr Kind sein Gleichgewicht halten?
  • Kann Ihr Kind seinen Ranzen alleine tragen?
  • Hält Ihr Kind einen Schultag kräftemäßig durch?
  • Wie ist die feinmotorische Entwicklung Ihres Kindes?
  • Kann es einen Stift halten und benutzen, z.B. beim Malen?
  • Kann es ein Blatt in einen Schnellhefter einheften?

Falls Ihr Kind hier noch Aufholbedarf hat, sollten Sie es im motorischen und feinmotorischen Bereich spielerisch fördern. Dazu eignen sich fast alle Spiele im Freien, bei denen Bewegung gefordert ist. Die Körperwahrnehmung entwickelt sich beim Laufen, Hüpfen, Springen, Turnen, Klettern, Radfahren usw. Für die Feinmotorik eignen sich handwerkliche Tätigkeiten wie Basteln, Malen, Schneiden, Kneten oder auch Fingerspiele. Gerade im Alter von 5 oder 6 Jahren entwickeln sich Kinder manchmal rasant, und schon wenige Wochen Förderung bringen große Fortschritte. Manchmal fehlt Kindern nur die Übung, zum Beispiel beim Basteln oder Malen.

Geistige Reife zeigt sich an den folgenden Punkten

  • Versteht Ihr Kind die Bedeutung von Symbolen? Erkennt es beispielsweise ein Geschäft an seinem Symbol (Post)?
  • Kann Ihr Kind sich kontinuierlich mit einer Sache beschäftigen, ohne zwischendurch immer wieder aufzuspringen?
  • Kann Ihr Kind Farben benennen und Formen unterscheiden?
  • Benutzt es eine grammatikalisch weitgehend korrekte Sprache und spricht es in ganzen Sätzen?
  • Kann es Geschehnisse sprachlich und logisch korrekt wiedergeben, also Geschichten so erzählen, dass der Zuhörer sie verstehen kann?
  • Spricht es deutlich und in angemessener Lautstärke?
  • Hat Ihr Kind eine sichere Raumorientierung (oben, unten, hinten, vorne)?

Falls Ihr Kind hier Aufholbedarf hat, sollten Sie es im geistigen Bereich noch fördern. Ermutigen Sie Ihr Kind, Fragen zu stellen und Unbekanntes zu erforschen. Motivieren Sie es, sich an Unterhaltungen aktiv zu beteiligen und eigene Standpunkte zu vertreten. Fernsehsendungen und Bücher können zu interessanten Gesprächen anregen, Ausflüge und Stadtbummel bieten viele Gelegenheiten, über die Pflanzen- und Tierwelt oder die nähere Umgebung zu sprechen. Diskussionen und Unterhaltungen schärfen die Ausdrucksfähigkeit und machen Spaß. Machen Sie doch mal einen Ausflug in den Zoo und überlegen Sie gemeinsam, aus welchen Ländern die Tiere stammen und wie es wohl wäre, dort zu leben. Wie sieht es im Land der Elefanten aus? Ist es da eher kalt oder warm? Was machen die Kinder dort und wo sind Unterschiede zu Deutschland zu sehen?

Emotionale und soziale Voraussetzungen erkennen Sie an den folgenden Punkten

  • Ist Ihr Kind neugierig darauf, in die Schule gehen zu dürfen?
  • Kann Ihr Kind einen Vormittag ohne Eltern aushalten (im Kindergarten, bei Großeltern)?
  • Hat es die Fähigkeit, sich in einer Gruppe seinen Platz zu suchen?
  • Kann Ihr Kind mit Enttäuschungen umgehen, sodass es nicht jedes Mal resigniert, sondern sich weiter einbringt?
  • Hat Ihr Kind außerfamiliäre Kontakte und Freunde, fühlt es sich in Gruppen wohl?

Falls Ihr Kind hier Aufholbedarf hat, sollten Sie es im emotionalen und sozialen Bereich noch mehr fördern. Der Umgang mit Gruppen wird bereits im Kindergarten erprobt, aber auch die Teilnahme an einer Sportgruppe und die Mitgliedschaft in einem Verein fördern das Sozialverhalten. Innerhalb der Familie sind Spielenachmittage ein gutes Mittel, um die Frustrationstoleranz Ihres Kindes zu erhöhen und ihm ein angemessenes Verhalten in Gruppen beizubringen. Gerade in der Schule merken Kinder schnell, dass sie nicht mehr im Mittelpunkt stehen, sondern oft gegenüber anderen Schülern der Klasse zurückstecken müssen. Bei bis zu 30 Kindern ist es Lehrern nicht möglich, wirklich jeden Einzelnen zu motivieren und anzuspornen.

So erleichtern Sie Ihrem Kind den Schulstart

  • Besuchen Sie die örtliche Grundschule, z.B. zu einem Sommerfest, damit Ihr Kind das Gebäude schon einmal kennen lernt.
  • Nutzen Sie den Schulhof in den Ferien oder am Nachmittag zum Spielen, damit Ihr Kind sich später dort schon gut orientieren kann.
  • Übertragen Sie Ihrem Kind kleine Aufgaben im Alltag, damit es langsam lernt, Verantwortung zu übernehmen.
  • Falls noch nicht geschehen: Üben Sie jetzt unbedingt regelmäßige Schlafenszeiten ein (10 bis 12 Stunden Schlaf brauchen Grundschulkinder, um fit und ausgeruht zu sein).
  • Üben Sie das pünktliche Aufstehen nicht erst am ersten Schultag, sondern schon eine Woche vor der Einschulung.
  • Gehen Sie mit Ihrem Kind den künftigen Schulweg einige Male ab. Viele Grundschulen halten Pläne bereit, auf denen der sicherste Schulweg verzeichnet ist.
  • Nehmen Sie Ängste und Fragen Ihres Kindes ernst und sprechen Sie mit ihm über seine Befürchtungen.
  • Vermitteln Sie Ihrem Kind eine positive und selbstverständliche Einstellung zur Schule. Schließlich bedeutet der Schulbesuch zwar für Ihr Kind anfangs eine große Veränderung, letztlich ist er aber durch die geltende Schulpflicht etwas vollkommen Normales für alle Kinder.

Das macht einen guten Schulranzen aus

Nehmen Sie Ihr Kind zum Schulranzenkauf unbedingt mit, damit es mit der Wahl auch zufrieden ist und seinen Ranzen pfleglich behandelt und gerne benutzt. Lassen Sie sich bei Sicherheitsaspekten auf keine Diskussionen ein, die Motivwahl können und sollten Sie allerdings getrost Ihrem Kind überlassen. Achten Sie darauf, dass er die Norm DIN 58124 erfüllt. Ein Ranzen nach DIN-Norm muss leicht, regendicht, stabil und dabei ohne scharfe Ecken und Kanten gefertigt sein.

Eine Checkliste, die Ihnen hilft, festzustellen, ob Sie den richtigen Schulranzen gewählt haben, weitere wichtige Tipps und interessante Anregungen finden Sie in der "Lernen und Fördern" - Ausgabe Juli 2006


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