Mit zwei Jahren beherrschen Kinder in der Regel 200 verschiedene Wörter, im Alter von 16 Jahren sollte der aktive Wortschatz sich stark vergrößert haben und je nach Definition bei 8.000 bis 10.000 Wörtern liegen. Je größer der Wortschatz Ihres Kindes ist, desto differenzierter kann es sich in Freizeit, Schule und Ausbildung ausdrücken. Unterstützen Sie Ihr Kind durch spielerische Förderung auch zu Hause, damit es sich präzise und wortgewandt ausdrücken lernt.
Die wissenschaftliche Forschung hat inzwischen bewiesen, dass Kleinkinder sich neue Wörter aus dem Alltag bereits nach der dritten Wiederholung merken. Regelmäßiges Trainieren und Üben ist also durchaus sinnvoll und führt zu einem großen Wortschatz sowie differenziertem Sprachgebrauch. Doch wie immer beim Lernen spielt auch hier die Motivation eine große Rolle. Mit den folgenden Spielen hat Ihr Kind Spaß und erweitert quasi nebenbei seinen Wortschatz. Die Spiele sind für Grundschüler von der ersten bis zur vierten Klasse geeignet. Der Buchstabe bestimmt das Wort (ab 1. Klasse)Beginnen Sie die Spiele damit, dass Ihr Kind stumm das ABC aufsagt. Sagen Sie dann Stopp. Mit dem Buchstaben, den Ihr Kind gerade benannt hat, wird gespielt. Jüngere Kinder, die das ABC noch nicht auswendig kennen, können mit geschlossenen Augen auf eine Buchstabentafel zeigen oder auch einfach auf eine Stelle in einem groß geschriebenen Text tippen.
Bei Erst- und Zweitklässlern sollten Sie einfach nur Wörter ohne Bedeutungseinschränkung mit dem ausgewählten Buchstaben finden lassen. Die komplexeren Aufgaben sind in diesem Alter für viele Kinder noch zu schwierig. Sammeln Sie die Wörter und gestalten Sie daraus mit Ihrem Kind zusammen ein buntes Plakat für das Kinderzimmer, vielleicht als Blickfang über dem Schreibtisch. Das motiviert Ihr Kind und erinnert an das Spiel und den Spaß dabei. Wenn das W wackelt (ab 3. Klasse)Wählen Sie wieder einen Buchstaben aus und lassen Sie Ihr Kind über diesen Buchstaben eine Geschichte schreiben, in dem so viele Wörter wie möglich mit dem Buchstaben vorkommen. Geben Sie eine bestimmte Zeit vor. Ist die Zeit abgelaufen, soll Ihr Kind seine Geschichte vorlesen. Je lustiger und länger sie ist, desto besser. Legen Sie den Schwerpunkt auf den Spaß am Schreiben und Ideenfinden – und nicht auf die korrekte Schreibweise. Hier können Sie eine kostenlose Ausgabe von "Lernen und Fördern mit Spaß" bestellen.
Verwandte Themen:
|