Wenn die Leistungen Ihres Kindes in der Schule abfallen, sei es durch sein Arbeitsverhalten oder durch auffällige Schwierigkeiten in den Bereichen Lesen, Schreiben oder Rechnen, sollten Sie vor Beginn einer gezielten Förderung eine umfassende Diagnose erstellen lassen. Erst wenn eindeutig geklärt ist, welche Probleme ein Kind daran hindern, sein Leistungspotenzial auszuschöpfen, kann ein individueller Förderplan erstellt werden, um die Lernschwäche Ihres Kindes zu minimieren. Ich stelle Ihnen hier eine Auswahl der gängigsten Testverfahren vor.
Zur Erstellung einer individuellen Diagnose werden unterschiedliche Tests angewendet. Ein Teil davon kann direkt in der Schule von den Lehrern oder Lehrerinnen durchgeführt werden, für speziellere Tests müssen Sie sich an die Erziehungsberatungsstellen, Schulpsychologen und Schulpsychologinnen oder an ein sozialpädiatrisches Zentrum wenden. Tests für Lese-Rechtschreibschwäche in der GrundschuleDRT (Diagnostischer Rechtschreibtest)
Dieser Test, der ab Ende der ersten Klasse angewendet werden kann, überprüft die Rechtschreibleistung. Es handelt sich dabei um ein Diktat von Wörtern oder Sätzen, je nach Klassenstufe. Der Test dauert in der ersten Klasse circa 30 Minuten, die Zeit erhöht sich in den höheren Klassen. Der DRT erfasst die quantitativen Leistungen und bietet eine Fehleranalyse. WRT (Weingartner Grundwortschatztest) Der WRT überprüft die Rechtschreibleistungen beim Grundwortschatztest und ermittelt spezielle Rechtschreibschwierigkeiten. Es handelt sich dabei um ein Lückentext-Diktat von 30 bis 45 Minuten Dauer. HSP (Hamburger Schreib Probe) Die HSP gibt es für die erste bis neunte Klasse. Anhand von Testwörtern und Testsätzen mit Illustrationen werden die Rechtschreibstrategien (alphabetische, orthografische, morphematische und wortübergreifende Strategie) der Schüler überprüft. Aufbauend auf den Test, gibt es spezielles Fördermaterial. Wie weitere Tests für Lese-Rechtschreibschwäche sowie Tests für Rechenschwäche ablaufen, welche allgemeinen Schulleistungstests es gibt und welche Fähigkeiten die Tester haben sollten, erfahren Sie in der Januar-Ausgabe von "Lernen und Fördern mit Spaß".
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