Haben Sie in den Sommerferien manchmal Bedenken, dass Ihr Kind durch die lange Lernpause viel Unterrichtsstoff vergisst und unter Umständen nach den freien Tagen in seinen Leistungen abfällt? Büffeln in den Ferien wäre eine Möglichkeit, das zu verhindern. Doch profitiert Ihr Kind davon eher, oder schadet es ihm womöglich? Deutsche Schulkinder haben jährlich 75 Tage Urlaub vom Schulstress – eine Zeit, die sie dringend brauchen und zur Erholung nutzen sollen. Doch es gibt auch Ausnahmen. Lesen Sie hier, ob Ihr Kind auch in den Ferien lernen sollte.
Die Sommerferien stehen vor der Tür, und in der Schule ist Endspurt angesagt. Ob das Schuljahr erfolgreich verlaufen ist, wird das Zeugnis zeigen, mit dem Ihr Kind am letzten Tag vor den Ferien nach Hause kommt. Sind die Noten nur Mittelmaß oder sogar schlechter ausgefallen, kommen schnell Unzufriedenheit und Sorge auf. Von einem wirklich entspannten Ferienstart kann man dann kaum reden Lernbedürftige Schüler richtig fördernZählt Ihr Kind zu einer dieser Gruppen, ist eine mäßige Förderung in den Ferien sinnvoll. Doch bedenken Sie: Auch Ihr Kind braucht dringend Erholung von der Schule. Gerade für schwache Schüler bedeuten der normale Unterrichtstag und die Hausaufgaben oft eine größere Kraftanstrengung als für leistungsstarke Kinder. Machen Sie daher mit Ihrem Kind einen Lernplan, der mit den Ferien vereinbar ist und trotzdem Erholung garantiert. Mehr als eine Stunde pro Tag sollte das Üben nicht dauern, danach muss verlässlich Schluss sein. Auch sollten Sie nicht jede der sechs Wochen lernen, planen Sie zwei oder drei ganz freie Wochen unbedingt ein und lassen Sie Ihr Kind mitentscheiden, was der Lerninhalt ist.
Am besten geeignet für die lernfreie Zeit sind die Wochen, in denen Sie sowieso Ihren Sommerurlaub verbringen. Am Strand oder in den Bergen sollte auch Ihr Kind unbeschwert Ferien machen dürfen. Sinnvoll ist es, die Lernwochen gegen Ende der Sommerferien zu legen, nicht an den Anfang. Zum einen muss Ihr Kind auch erst mal durchatmen können, zum anderen ist das frisch gelernte Wissen bei Schulbeginn schneller abrufbar. Durchschnittliche Schüler richtig fördernZählt Ihr Kind zu dieser Gruppe, so können Sie es in den Ferien mit gutem Gewissen vom Schulstoff verschonen. Bieten Sie ihm stattdessen spielerische Möglichkeiten, sich mit Lesen, Schreiben und Rechnen zu beschäftigen. Eine Urlaubskarte an Freunde, Scrabble oder Quartett, Speisekarten vorlesen oder etwas in einer fremden Sprache lernen: Das macht Spaß und fördert die Lese- und Sprachkompetenz. Besuchen Sie mal ein Museum oder den Zoo und sprechen Sie über die Erlebnisse, nehmen Sie sich Zeit zum Vorlesen und machen Sie kleine naturkundliche Ausflüge in die Umgebung, so rosten die Gehirnzellen nicht ein. Lernbegierige Kinder richtig fördernManche Kinder wollen in den Ferien gerne etwas lernen und langweilen sich sonst zu sehr. Sie brauchen einfach mehr Input als andere, und ihnen macht das Lernen richtig Spaß. Professionelle Anbieter haben diese Marktlücke entdeckt und mieten zu diesem Zweck für die Ferien schön gelegene Internate oder Schulen an, in denen dann ein abwechslungsreiches Programm von schulischen Kursen und Freizeitangeboten gebucht werden kann. Natürlich sind auch Sprachreisen eine Möglichkeit, die Ferien mit dem Lernen zu kombinieren. Hier finden Sie mehr Informationen: Sprachreisen u.a.: Lernkurse u.a.:
Internet-DownloadAuf dieser Website finden Sie als Abonnent unter der Rubrik Checklisten -> Ferien 10 tolle Tipps, wie das Lernen in den Ferien so richtig Spaß machen kann. Außerdem gelangen Sie hier zur "Lernen und Fördern" - Ausgabe Juni 2006, in der Sie zwei weitere interessante und nützliche Checklisten zu diesem Thema finden.
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