Im Laufe seiner Grundschulzeit macht Ihr Kind enorme Fortschritte im Lesen und Schreiben, sodass es mit soliden Kenntnissen in die fünfte Klasse wechseln kann. Gerade Rechtschreibung und Grammatik sind dabei ganz schön knifflig. Deshalb zeigen wir Ihnen in der neuen Serie „Grundwissen Deutsch“ diesmal, wie Ihr Kind ganz einfach die Groß- und Kleinschreibung versteht.
Nach einem Punkt wird das nächste Wort auf jeden Fall groß geschrieben. Das ist wohl die einfachste Regel in der Groß- und Kleinschreibung, doch nicht immer ist es so leicht. Am Ende der vierten Klasse sollte Ihr Kind möglichst genau wissen, wann es bestimmte Wörter groß zu schreiben hat, denn alle anderen werden konsequent klein geschrieben. Die folgenden Regeln sind nach der neuen Rechtschreibreform gültig. Groß geschrieben werden: Satzanfänge Nomen nominalisierte Verben und Adjektive - Anreden/Anredepronomen
- Eigennamen
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1. SatzanfängeJedes Wort, mit dem ein Satz beginnt, und auch das erste Wort einer Überschrift werden großgeschrieben. Das gilt auch für Wörter, die auf ein Fragezeichen oder ein Ausrufezeichen folgen. Ebenfalls wird das erste Wort in der wörtlichen Rede großgeschrieben. Mit dem folgenden kleinen Diktat können Sie überprüfen, ob Ihr Kind die Regel der groß geschrieben Satzanfänge verstanden hat. Sprechen Sie bei der Korrektur mit Ihrem Kind nicht über alle Rechtschreibfehler, sondern legen Sie Ihr Augenmerk nur auf die zu übenden Satzanfänge (hier kursiv markiert).
Diktat Satzanfänge (3.Klasse): Mein Kürbis weint Die zehnjährige Lisa hat zusammen mit ihrer Mutter einen großen Kürbiskopf geschnitzt. Es war ganz schön schwierig, die dicke, orange Frucht auszuhöhlen. Doch jetzt sieht das Schmuckstück prima aus. Der Kürbis steht im Fenster und abends brennt darin ein Teelicht. Nach einer Woche verliert der Kürbis sein Lachen und seine Mundwinkel fallen nach unten. Was mag da wohl passiert sein? Mein Tipp: Die Suche nach Satzanfängen in Unterhaltungen macht Spaß und hilft Ihrem Kind, sich sicherer in der Rechtschreibung zu fühlen. Fragen Sie bei passender Gelegenheit im Gespräch einfach immer mal nach, welches Wort am Satzanfang steht und daher groß geschrieben werden muss. Vergessen Sie die Überschriften nicht! 2. Nomen Anfangs fällt es vielen Kindern nicht leicht, Nomen von anderen Wortarten zu unterscheiden. Nomen bezeichnen Dinge, Personen, Pflanzen, Tiere, die ein Kind anfassen kann. Sie bezeichnen aber auch Gefühle oder Dinge, die ein Kind nicht sehen oder berühren kann: zum Beispiel Luft, Angst oder Liebe. Es bedarf also einiger Übung, bis Ihr Kind Nomen im Satz sicher erfasst. Jedes Nomen erkennt Ihr Kind daran, dass es einen eigenen Artikel (entweder der, die oder das) hat. Weiterhin sind bestimmte Endungen für Nomen charakteristisch, nämlich -heit, -keit, -ung, -nis, -schaft und -nis. Auch Wochentage werden groß geschrieben, was man am Artikel leicht erkennen kann: der Montag, der Dienstag … Diktat Nomen (2. Klasse) Der Wald sieht in der Nacht sehr gruselig aus. In der Dunkelheit kommen die Tiere aus ihren Verstecken hervor und machen unheimliche Geräusche. Die Blätter rauschen im Wind, und die Finsternis ist undurchdringlich. Eine neugierige Maus geht auf Wanderschaft und besucht ihre Freunde in der Stadt. Hier können Sie eine kostenlose Ausgabe von "Lernen und Fördern mit Spaß" bestellen. Entdecken Sie jetzt auch die Lernspiele Deutsch zur Förderung des Wortschatzes.
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