Aller Anfang ist schwer, und auch Ihr Kind wird das Lesen und Schreiben wahrscheinlich nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln. Doch wie erkennen Sie, ob Rechtschreibfehler und Leseunlust zum ganz normalen Entwicklungsprozess gehören, oder die ersten Anzeichen für eine Teilleistungsstörung sind? Die folgenden Informationen räumen mit Unsicherheiten auf.
„Zum Geburtstak wil ich ein gälbes varad.“ Wenn Ihr Kind Ihnen am Ende des ersten Schuljahres ganz stolz so einen frei geschriebenen Satz präsentiert, sollten Sie nicht erschrecken. Im Gegenteil - Ihr Kind hat aus den von ihm gehörten Lauten einen Text geschrieben, der sich beim lauten Vorlesen durchaus selbst erklärt. Das Prinzip des Umwandelns von gesprochenen Worten in einem geschriebenen Text hat es verstanden. Lediglich die Besonderheiten der Schriftsprache, nämlich die Ableitungen, Grammatik, Regeln und die Ausnahmen, kennt es noch nicht. Handelt es sich bei den obigen Text allerdings um die Hausaufgaben, sollten Sie das Lehrergespräch suchen und über die Rechtschreibsicherheit Ihres Kindes sprechen. Hausaufgaben sollten immer den im Unterricht vermittelten Stoff wiederholen. Ihr Kind sollte sie in der Regel alleine lösen können. Treten trotz geübter Texte noch so viele Fehler auf, weist dies auf grundlegende Schwierigkeiten in. Stellen Sie darüber hinaus fest, dass Ihr Kind nicht gerne liest und sich beim Erlernen und Behalten der Buchstaben von Anfang an schwer tut, braucht es möglicherweise mehr Unterstützung als andere.
Rechtschreibschwäche - das korrekte Bild vom Wort fehlt Wenn Kinder nicht richtig lesen und schreiben können, wird die Schule zur Quälerei. Das müssen rund fünf bis zehn Prozent aller deutschen Schulkinder Tag für Tag erfahren, denn sie leiden an einer Lese- und Rechtschreibschwäche oder Legasthenie. Dabei handelt es sich um eine Sprachentwicklungsstörungen, die nicht geheilt aber mit qualifizierter Unterstützung durchaus verbessert werden kann. Bekommen lese- rechtschreibschwache Kinder keine angemessene Unterstützung, erfahren sie keine Erfolgserlebnisse und verlieren schnell die Motivation überhaupt zu lernen. Selbst einfache und oft geübte Wörter aus dem Grundwortschatz der ersten Klassen wie "und", "Tag" oder "lesen" können Legastheniker auch nach vielen Jahren noch nicht sicher richtig schreiben. Sie rätseln sie sich durch Texte und Diktate, immer in der Angst, doch wieder zu viele Fehler zu machen. Mit der Zeit verlieren sie die Lust am Lesen und Schreiben und vermeiden diese Kulturtechnik, wo immer es geht. Ein Teufelskreis, den Sie unbedingt durchbrechen müssen. Wir haben eine umfangreiche Liste mit Fragen zusammengestellt, anhand derer Sie herausfinden können, ob Ihr Kind eine Rechtschreibschwäche hat. Hier können Sie eine kostenlose Ausgabe von "Lernen und Fördern mit Spaß!" bestellen.
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