In der Grundschule ist die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer die wichtigste schulische Bezugsperson Ihres Kindes. Engagement, Leistungswille und Motivation hängen stark von einem guten Miteinander ab. Ist dieses Verhältnis getrübt, weil Ihr Kind sich zum Beispiel ungerecht behandelt fühlt, leiden auch seine Noten. Lesen Sie im folgenden Beitrag, wie Sie Spannungen erkennen und beseitigen können ohne Probleme mit dem Lehrer zu bekommen.
Anders als in weiterführenden Schulen werden Schülerinnen und Schüler in der Primarstufe in der Regel von hauptsächlich einer Lehrkraft unterrichtet. Die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer ist damit für die Kinder die erste und wichtigste Vertrauensperson im Schulalltag. Sie/Er erteilt in der Regel den größten Teil des Unterrichts, ist zuständig für die kleinen wie großen Freuden und die Sorgen der Kinder und steht in Verbindung mit den Eltern. Schön ist es, wenn diese Zusammenarbeit zwischen Kindern und Klassenleitung weitgehend harmonisch verläuft. Ist dies jedoch nicht der Fall, können sich große Probleme ergeben, die nur schwer zu lösen sind. Sie sollten also unbedingt aufmerksam sein, wenn Ihr Kind wiederholt über das Verhalten seiner Klassenlehrerin oder seines Klassenlehrers klagt. Natürlich sind das immer subjektive Wahrnehmungen, die am nächsten Tag oft wieder vergessen sind. Manchmal steckt aber auch mehr dahinter, und dann benötigt Ihr Kind unbedingt Ihre Unterstützung. Wenn sich Ihr Kind immer wieder ungerecht behandelt fühlt und schon langsam die Lust an der Schule verliert, sollten Sie nicht zögern einzugreifen. Fragen Sie genau nach, was Ihr Kind stört. Die hier aufgeführten Fragen, bieten Ihnen einen ersten Ansatzpunkt:
Wirst du im Unterricht nicht oft genug aufgerufen, obwohl du dich meldest? Findest du die Noten, die du bekommst, ungerecht? Ist die Lehrerin/der Lehrer unfreundlich zu dir? Werden andere Kinder bevorzugt behandelt? Wirst du für Fehler bestraft,die andere gemacht haben? Fühlst du dich zu streng behandelt?
Bei den folgenden Situationen sollten Sie nicht lange zögern, die Lehrkraft direkt anzusprechen Nehmen Sie Ihr Kind ernstExtreme Spannungen zwischen Kind und Lehrkraft sind nicht häufig, kommen aber trotzdem immer wieder mal vor. Und da auch Lehrer nur Menschen sind, kann es durchaus passieren, dass sich Antipathien nicht immer verbergen lassen und sich auf das Verhalten gegenüber Ihrem Kind oder sogar auf die Benotung auswirken. Kehren Sie das Problem also nicht unter den Tisch, sondern versuchen Sie es konstruktiv zu lösen. Dazu gehört zunächst einmal das ausführliche Gespräch mit Ihrem Nachwuchs. Nehmen Sie sich Zeit, und notieren Sie täglich über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen Stichworte zu den folgenden Punkten: - Was genau hat dich heute an deiner Lehrerin/deinem Lehrer gestört?
- Woran glaubst du zu erkennen, dass sie/er dich nicht mag?
- Wie oft ist das vorgekommen (in der Stunde, am Vormittag)?
- Wie ist es anderen Kindern ergangen?
Konkrete Beispiele für besagte Situationen sowie 10 Verhaltens-Tipps, wenn Ihr Kind sich ungerecht behandelt fühlt, finden Sie in der März-Ausgabe von "Lernen und Fördern mit Spaß", die Sie als Abonnent in unserem Shop herunterladen können.
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