Immer mehr Kinder klagen über starke und chronische Kopfschmerzen: Schon im Vorschulalter leiden 20% der Schüler darunter, gegen Ende der Grundschulzeit mehr als die Hälfte. Lesen Sie hier, wie Sie den Kopfschmerz Ihres Kindes richtig einschätzen können und welche Therapien helfen.
Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen sind immer ernst zu nehmende Signale des Körpers. Treten Sie häufig oder regelmäßig auf, sollten Sie mithilfe eines Arztes die Ursachen dafür herausfinden. Weitaus mehr Kinder leiden unter Spannungskopfschmerzen als unter Migräne. Bei beiden Phänomenen handelt es sich um primäre Kopfschmerzen, der Kopfschmerz ist also keine Begleiterscheinung einer anderen Krankheit, etwa eines Infektes, sondern selbst die Krankheit. Woran Sie eine Migräne-Attacke bei Kindern erkennen
Das Kind wird blass, zieht sich von seiner Tätigkeit zurück und legt sich freiwillig hin. Der Schmerz ist pochend bzw. pulsierend und – anders als bei Erwachsenen – meistens beidseitig. Das Kind schläft ein und wacht nach einigen Stunden wieder beschwerdefrei auf. Ihrem Kind ist übel und es muss vielleicht erbrechen. Ihr Kind ist licht-, lärm- und geruchsempfindlich. Schwindelanfälle, Flimmern und Lichtblitze vor den Augen können Vorboten einer Migräne-Attacke sein.
Woran Sie Spannungskopfschmerz bei Ihrem Kind erkennen Der Spannungskopfschmerz ist im Gegensatz zum Migräneschmerz eher dumpf und drückend als pulsierend. - Der Schmerz zieht oft vom Nacken zur Stirn, er fühlt sich an wie ein zu enger Helm.
Begleiterscheinungen wie Erbrechen, Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit fehlen, nur gelegentlich ist leichte Übelkeit möglich.
Kopfschmerzen als WarnsignalEs gibt selten Situationen, in denen der Kopfschmerz Zeichen einer lebensbedrohlichen Krankheit sein kann. Eine Hirnhautentzündung geht mit sehr starken Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit, hohem Fieber und Nackensteife einher. Sie kann von einem Arzt schnell festgestellt bzw. ausgeschlossen werden. Ausgesprochen selten müssen kindliche Kopfschmerzpatienten auf einen Tumor oder eine Hirnblutung untersucht werden. Sie müssen jedoch unbedingt sofort einen Arzt kontaktieren, wenn der Kopfschmerz urplötzlich eintritt und extrem heftig ist, - der Kopfschmerz nach einem (Sport-)Unfall eintritt und das Kind benommen wirkt,
neurologische Symptome auftreten wie etwa starker Schwindel, Gangunsicherheit, Seh- oder Sprachstörungen, - wenn das Kind einen Krampfanfall erleidet.
In solchen Fällen wird bei dem Kind neben einer Notfallversorgung auch eine Diagnose mithilfe von Computer- oder Magnetresonanztomografie (CT und MRT) nötig sein. Hier können Sie eine kostenlose Ausgabe von "Lernen und Fördern mit Spaß!" bestellen.
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