Nach den Herbstferien wird es morgens für Ihr Kind zunehmend schwieriger, aus dem Bett zu kommen, denn oft ist es draußen noch dunkel. Wer hat da schon Lust aufzustehen und sich schnell für die Schule fertig zu machen? Lesen Sie hier, wie Ihr Kind gut schläft und wie Sie es morgens so richtig in Schwung bringen, damit es ausgeruht und hellwach in die Schule kommt.
Ob ein Kind morgens schnell aus dem Bett kommt oder doch eher zu den Langschläfern zählt, ist sehr individuell und hängt ganz von seiner Konstitution ab. Die Schule nimmt darauf jedoch keine Rücksicht, meistens geht der Unterricht um 8.00 Uhr los. Glücklich, wer einen kurzen Schulweg hat und bis kurz vor Unterrichtsbeginn in den Federn liegen kann. In den meisten Familien klingelt der Wecker jedoch gegen 6.30 Uhr, damit Aufstehen, Anziehen, Waschen, Ranzenpacken, Frühstück und Schulweg entspannt zu bewältigen sind. Eine Katastrophe, wenn schon das morgendliche Aufstehen zur Kraftprobe wird, weil Ihr Kind müde ist und einfach nicht aus den Federn kommt. Darunter leidet die ganze Familie. Probieren Sie doch mal die folgenden drei Tipps aus, um ihren kleinen Morgenmuffel fit zu bekommen. 1. Licht macht Langschläfer munterDass Kinder im Sommer morgens besser aus dem Bett kommen, liegt in erster Linie am Sonnenlicht. Wissenschaftler wissen, dass das Gefühl der Müdigkeit mit dem Hormon Melatonin zusammenhängt. Nun haben sie weiterhin herausgefunden, dass sehr helles Licht die Ausschüttung dieses Hormons unterbindet. Scheuen Sie sich also nicht, beim morgendlichen Wecken Ihres Kindes die Vorhänge aufzuziehen und das Tageslicht hereinzulassen. Im Winter sind helle Glühbirnen ein wirkungsvoller Ersatz. Nach anfänglichem Quengeln kommt Ihr Kind so ganz sicher so schneller in die Gänge.
2. Bewegung bringt den Körper in SchwungMit einem morgendlichen Fitnessprogramm würden Sie Ihr Kind in kürzester Zeit hellwach bekommen. Doch leider sind die wenigsten Morgenmuffel zu einem frühen Spaziergang noch vor der Schule zu bewegen. Stattdessen können auch kurze sportliche Übungen, am besten zur Lieblingsmusik Ihres Kindes, die gröbste Müdigkeit schnell vertreiben. Machen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind nach dem Aufstehen einige Kniebeugen, lassen Sie zusammen die Arme kreisen, hüpfen Sie auf der Stelle und versuchen Sie es mit zwei Minuten Dehnen und Strecken. Sie werden sehen, danach sieht Ihr Kind schon viel wacher aus. 3. Turbo-Vitamine zum FrühstückMit leerem Magen sollte kein Kind morgens in die Schule gehen müssen, doch nicht jedes Frühstück macht wirklich fit. Fettige, schwere Speisen liegen wie Blei im Magen und rauben wertvolle Lernenergie. Also: Finger weg von in Butter gebratenen Rühreiern mit Ketchup oder dick belegten Wurstbroten zum Frühstück! Leicht verdaulich und mit schnell verwertbaren Energien können hingegen Obst und Gemüse(-säfte) punkten. Sie sind voller wertvoller Vitamine und kurbeln den Stoffwechsel Ihres Kindes so richtig an. Ob im Müsli oder als Fruchtsaftschorle – diese Vitaminspender machen müde Kinder munter und sind ruckzuck zubereitet. Schlafprobleme müssen nicht seinDoch nicht immer ist der Müdigkeit mit diesen Ratschlägen beizukommen. Manche Kinder fühlen sich morgens schlapp und müde, weil sie sich beim Schlafen nicht richtig erholt haben. Dabei ist es sehr wichtig, dass Kinder ausreichend schlafen, um Kräfte für den nächsten Schultag zu sammeln. Den steigenden Anforderungen an Aufmerksamkeit und Konzentration können sie nur ausgeschlafen gerecht werden. Bei Kleinkindern fallen solche Schlafprobleme noch schnell auf, bei Schulkindern bleiben sie manchmal von den Eltern lange unerkannt, wenn die Kinder nicht von selbst darüber sprechen. Mit dem folgenden Test können Sie feststellen, ob die morgendliche Müdigkeit Ihres Kindes eventuell mit Schlafproblemen zusammenhängt. Eine Checkliste, mit der Sie herausfinden, ob Ihr Kind gut schläft und eine weitere, die Ihnen hilft, herauszufinden, ob Ihr Kind eher ein Lang- oder ein Kurzschläfer ist, finden Sie in der November-Ausgabe von "Lernen und Fördern mit Spaß".
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