Lernen und Fördern mit Spaß Kinder in der Schule Lernförderung
Lernförderung
spacer
Home arrow Gesundheit arrow Bewegung macht Spaß und klug
21.08.2017

Bewegung macht Spaß und klug

PDF Drucken E-Mail

kind_beim_sport_1.jpgOhne die Anregung und Unterstützung der Eltern hängen viele Kinder lieber vor dem Bildschirm ab, als ihre Muskeln zu beanspruchen. Da ist es doch viel einfacher, auf die Fernbedienung zu drücken und sich mit bunten Geschichten berieseln zu lassen. Doch auf die Entwicklung hat das fatale Auswirkungen. Lesen Sie, wie Sie Ihr Schulkind in Bewegung bringen können.

Neueste Untersuchungen zeigen, dass inzwischen 5 bis 8 % aller Grundschulkinder Bewegungsmängel beziehungsweise eine eingeschränkte Motorik haben. Sie können schlecht rückwärts laufen, haben Probleme, einen Ball zu fangen, fallen beim Balancieren leicht um oder sind unsicher und wacklig auf dem Fahrrad. Das ist fatal, denn die Steuerung der Bewegungen übernimmt die Großhirnrinde, die ebenfalls maßgeblich für das Denken und Lernen zuständig ist. Defizite in der Beweglichkeit ziehen Defizite im Lernen nach sich. Oder, um es umgekehrt zu formulieren: Je mehr Bewegungsanregungen ein Kind bekommt, desto besser kann es lernen. Dabei sind die ersten 10 Lebensjahre am wichtigsten.

Neben der hohen Zahl von Kindern mit Bewegungsdefiziten steht eine andere erschreckende Zahl: Bis zu 10 % aller Grundschüler haben Lern- und Leistungsstörungen oder sind verhaltensauffällig. Dass da ein Zusammenhang bestehen könnte, ist offensichtlich. Nur wer sich sicher im Raum bewegen kann, wer oben und unten, rechts und links, vorne und hinten automatisch unterscheidet, wird die Welt der Zahlen und Buchstaben begreifen können. Doch immer mehr Kinder verbringen ihre Freizeit schon in frühen Jahren bewegungslos vor verschiedensten Bildschirmen. Anstatt ihrem natürlichen Bewegungsdrang zu folgen und aktiv Erfahrungen zu machen, wird ihr Gehirn mit Reizen gefüttert, die zur Bewegungslosigkeit führen. Das notwendige Maß an Rennen, Laufen, Springen, Hüpfen oder Klettern fehlt ihnen, sodass sie ihren Körper nicht sicher beherrschen. So kommt es, dass bei den Einschulungsuntersuchungen und im Sportunterricht immer mehr Kinder auffallen, die ungeschickt und unbeholfen wirken. Notwendige Lernprozesse in der Kindheit werden dadurch übersprungen und zeigen sich später, im Schulalter, als Defizite.

So fördern Sie Ihr Kind richtig

Nicht alle Kinder, die ständig in Bewegung sind, beherrschen ihre Motorik auch. Es geht nämlich nicht nur darum, unruhig und zappelig zu sein, sondern viel wichtiger ist es zu lernen, alle Bewegungen gezielt einzusetzen und zu kontrollieren. Kinder müssen die Möglichkeit bekommen, ihren Körper und dessen Fähigkeiten zu erproben. Sie brauchen Anreize und Herausforderungen. Fahrradfahren mit Stützrädern baut kein Selbstbewusstsein auf. Im Gegensatz dazu sind die ersten allein zurückgelegten Strecken mit dem Rad ein großer Schritt für die Körperwahrnehmung und das damit verbundene Selbstwertgefühl. Aller Anfang ist schwer, und auch Ihr Kind sollte die Erfahrung machen können, dass konsequentes Üben und Trainieren mit der Zeit beeindruckende Erfolgserlebnisse bringt. Wenn der Federball endlich mit dem Schläger getroffen wird oder Ihr Kind das Schwimmbecken sicher alleine durchqueren kann, werden im Gehirn wichtige Schaltstellen gelegt, die auch auf den schulischen Erfolg Auswirkungen haben werden. Bis ein Kind sich in allen Situationen flüssig und kontrolliert bewegen kann, benötigt es zwischen 5 und 10 Jahren Übung. Gerade für Grundschulkinder ist daher ein umfassendes Bewegungsangebot wichtig.

Meine Bewegungstipps für Ihr Kind: Laufen ist Bewegung pur! Seien Sie ein Vorbild für Ihr Kind: Nehmen Sie die Treppe statt des Aufzuges und lassen Sie das Auto öfter mal stehen. Fernbedienungen unterstützen die Faulheit – also weg damit. Einmal mit dem Staubsauger durch die ganze Wohnung kann ganz schön schweißtreibend sein. Lassen Sie Ihr Kind in der Küche helfen. Beim Karottenschneiden oder Kartoffelschälen trainiert es wichtige feinmotorische Fähigkeiten. Das hilft ihm beim ordentlichen Schreiben. Fahrradfahren ist ein tolles Training für den Gleichgewichtssinn. Doch auf der Straße haben Grundschulkinder alleine nichts verloren, denn den Verkehr können sie noch nicht kontrollieren. Fahrradtouren mit der Familie machen hingegen großen Spaß. Gezieltes Werfen und Fangen wird beim Ballspielen geübt. Dabei lernt Ihr Kind spielerisch, Richtungen einzuhalten und seine Kraft einzuschätzen. Ein Ball und eine Wiese finden sich fast überall. Schwimmen ermöglicht Ihrem Kind neue Bewegungserfahrungen, denn im Wasser scheint sein Körper an Gewicht zu verlieren. Hier kann es sich drehen und wenden wie sonst nirgendwo. Ein guter Sport gerade für behäbige Kinder. Beim gemeinsamen Turnen lernt Ihr Kind, Anweisungen zu befolgen und seinen Körper sehr gezielt zu bewegen. Eine Decke, ein Gymnastikband und rhythmische Musik reichen für den Anfang aus. Zielgenauigkeit und Treffsicherheit werden beim Basketball, Fußball, Volleyball oder Handball gefordert. Nebenbei lernt Ihr Kind, sich im Team zu bewegen sowie den Überblick über das Spielfeld und das Spielgeschehen zu behalten.

Null Bock auf Bewegung?

Wenn Ihr Kind schon mit der Vorpubertät oder der Pubertät kämpft, wird es immer schwieriger, es zum Sport zu motivieren. Zu Spaziergängen mit den Eltern und gemeinsamen Fahrrad- oder Wanderausflügen sind die Jugendlichen kaum noch zu bewegen. Meist ist nur noch ein Sportangebot in der Gruppe von Gleichgesinnten attraktiv. Da ist es hilfreich, wenn Ihr Kind vor diesem Alter „seine“ Sportart gefunden hat und darin bereits gewisse Erfolge erzielen konnte. Eine Sportart, in der Ihr Kind Erfolgserlebnisse hat und die sein Selbstbewusstsein aufbaut, wird es auch in der Pubertät nicht so schnell aufgeben. Durch Anregungen von Freunden kann es auch passieren, dass Ihr Kind ganz neue Freizeitbereiche entdeckt. Beim Tanzen, beim Judo oder im Basketballverein sind Jugendliche gut aufgehoben. Der Sport hilft ihnen, einen Ausgleich zum Lernen herzustellen; ganz nebenbei fördert er zudem das Gemeinschaftsgefühl und die soziale Kompetenz.

Mein Tipp: Besorgen Sie sich in der Stadt-/Gemeindeverwaltung das Vereinsregister und sehen Sie nach, welche Sportvereine es in Ihrer näheren Umgebung gibt. Wählen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind zwei oder drei Angebote aus und schauen Sie sich eine Gruppenstunde unverbindlich an. Am besten ist es, wenn ein Freund oder eine Freundin Ihres Kindes mit zu der Schnupperstunde geht .

Weitere wichtige Tipps zu diesem Thema finden Sie in der "Lernen und Fördern" - Ausgabe Juni 2006, die Ihnen auch hier auf unserer Homepage als Download zur Verfügung steht.

 


Verwandte Themen:


+
LUFIn jeder Ausgabe:
  • wie Sie Talente und Begabungen Ihres Kindes sinnvoll fördern und die Lernfortschritte richtig kontrollieren.
  • "Insider"-Wissen für Sie als Eltern: Sie kennen sich ab sofort bestens aus, um für Gespräche mit Lehrern fit zu sein!
  • Beratung bei der Schulwahl: Wir beraten Sie, welche Schulen sich besonders für Ihr Kind eignen.
  • Erfolgstraining für Ihr Kind: Wir geben Ihnen und Ihrem Kind die richtigen Lernmaterialien an die Hand, mit denen Lernen (wieder) Spaß macht!
  • Jeden Monat neue Übungen und Checklisten auf dieser Seite zum Download.
Jetzt gratis testen
Ja, bitte nehmen Sie mich 30 Tage lang kostenlos in diesen umfassenden Beratungsservice auf. Wenn er mir zusagt, brauche ich nichts weiter zu tun und zahle für die ersten 8 Ausgaben nur je 6,86 € und spare damit 30% gegenüber dem regulären Preis von 9,80 €. Ich erhalte pro Jahr 12 Ausgaben plus 4 Ausgaben zu Spezialthemen. Die Zahlung erfolgt per Rechnung. Den Bezug kann ich jederzeit beenden - eine kurze schriftliche Mitteilung genügt.
Gratis für Sie
Nach dem Ende meiner 30-tägigen Testzeit möchte ich auf folgende Art und Weise bezahlen:


SEPA-Daten ermitteln

Hier können Sie IBAN und BIC anhand Ihrer Kontonummer und Ihrer Bankleitzahl ermitteln lassen:





spacer
Lernförderung
Lernen und Fördern mit Spaß - Jetzt GRATIS testen! mehr...
Gratis-Test-Center
lerntyp-testLerntyp-Test:
Mit welcher Methode Ihr Kind am Besten lernt
gymnasiumFit fürs Gymnasium:
Erfüllt Ihr Kind die Kriterien?
persoenlichkeitstestPersönlichkeit:
Erziehen Sie Ihr Kind zu Stärke und Selbstsicherheit?
stressMentale Gesundheit:
Finden Sie heraus, ob Ihr Kind Symptome von Stress zeigt
fitnessBewegung:
Erfahren Sie, wie hoch der Bewegungslevel Ihres Kindes ist
Umfrage
Mit der Qualität der Schule meines Kindes bin ich:
  
Der Lerntiger
tiger1a.jpg
Abonnenten-Login
Das Kennwort finden Sie in Ihrer aktuellen Ausgabe von "Lernen und Fördern mit Spaß!"
Kennwort

Login-Hilfe
Service
Elternbrief
LuF kompakt
Linktipps
Sitemap
Elternwissen.com
Magazin
Home
News
Lernförderung
Freizeit
Erziehung
Gesundheit
Gratis-Test-Center
Downloads
Übungen
Checklisten
Über die Autorin
Hier schreibt:
CR Bild
Alle Inhalte (c) 2017 Lernen-und-foerdern.com || Impressum | AGB | Kontakt
Linkpartner: Elternwissen.com | Benefit-Online.de