Solange Kinder noch klein sind und ständig beaufsichtigt werden, gelingt es meist ganz gut, sie vor Gefahren und Versuchungen zu schützen. Mit zunehmendem Alter schwindet jedoch der Einfluss der Eltern, und die Heranwachsenden orientieren sich immer mehr an ihrem Freundeskreis. Damit Ihr Kind sich gegen schädliche Einflüsse, wie beispielsweise das Rauchen, schützen kann, sollten Sie unsere Tipps beachten.
Spätestens mit dem Wechsel in die fünfte Klasse, wenn Ihr Kind circa 10 Jahre alt ist, macht es einen großen Schritt in die Selbstständigkeit. Es lernt nun durch den Schulwechsel viele neue Klassenkameraden kennen, hat auf dem Schulhof häufig Kontakt mit Älteren und erweitert seinen Bewegungsradius. Nach dem Unterricht noch mal kurz mit Freunden in die Stadt ein Eis essen wird nach und nach zur Selbstverständlichkeit. Ihr Kind wird langsam erwachsen, und in der Sekundarstufe I verwandelt es sich von einem niedlichen Grundschüler nicht selten in einen anstrengenden Jugendlichen. Das ist nicht immer einfach, weder für die Kinder noch für ihre Eltern. Es beginnt damit aber ein notwendiger Abnabelungsprozess, bei dem der Einfluss der Eltern langsam schwindet und die Verantwortung der Kinder für sich selber wächst. Damit geht einher, dass Vorbilder im Freundeskreis immer wichtiger werden – und wenn der coole Typ aus der siebten Klasse mit seinen Zigarettenpäckchen angibt, ist die Versuchung für Ihr Kind groß, es ihm nachzutun. Vom Nichtraucher zum RaucherVorpubertierende und pubertierende Kinder stehen dabei meist in einem Dauerkonflikt. Sie wissen sehr genau, dass Rauchen schädlich ist und süchtig machen kann. Gerade Grundschüler lehnen den Nikotingenuss meist rigoros ab und sind vehemente Verteidiger des Nichtrauchens. Trotzdem greifen sie später immer noch viel zu oft zur Zigarette, wenn es im Freundeskreis als cool gilt. Für viele Schülerinnen und Schüler bedeutet Rauchen auch, erwachsener zu wirken, und gerade Kinder mit einem schwachen Selbstbewusstsein benötigen solche Hilfsmittel, um sich sicher und stärker zu fühlen. Mädchen möchten mit der Zigarette in der Hand oft die großen Jungens aus den höheren Klassen beeindrucken, denn als Raucherinnen fühlen Sie sich älter, als sie sind. Und auch bei Jungen gilt das Rauchen von Zigaretten oder von den momentan sehr angesagten Wasserpfeifen mit aromatisiertem Tabak als extrem lässig. Doch Achtung: Ob Wasserpfeife, Zigarette oder Zigarre – Tabak ist schädlich.
Mein Tipp: Sprechen Sie mit den Lehrern Ihres Kindes und überprüfen Sie, ob das Rauchen in seiner Klasse bereits verbreitet ist. Fragen Sie nach, welche Methoden die Schule anwendet, um ihre Schülerinnen und Schüler vom Rauchen abzuhalten. Je früher die Nikotinsucht und die damit einhergehenden Folgen im Unterricht behandelt werden, desto eher wirkt die Abschreckung. Je jünger, desto schlechterRauchen macht abhängig, und je eher damit angefangen wird, desto schwerer kommt man vom Nikotin wieder los. Eine Zigarette im Alter von 11 Jahren kann das Risiko für eine spätere Raucherkarriere verdoppeln. Auch wenn Ihr Kind nach diesem ersten Versuch jahrelang keine Zigaretten mehr angerührt, ist es stärker gefährdet als jemand, der noch nie an einer Zigarette gezogen hat. Es ist also enorm wichtig, Kinder konsequent und solange wie möglich vom Tabakkonsum abzuhalten. Der Zug an Papas Zigarette oder der Aufenthalt in verqualmten Wohnungen ist der erste Schritt zu einer späteren Nikotinsucht. Und wenn Kinder oder Jugendliche erst einmal mit dem Rauchen begonnen haben, sind die meisten Nichtraucherprogramme wirkungslos. Die Sucht nach dem Nikotin ist dann schon größer als die Einsicht, wie negativ sich das Rauchen auf die eigene Gesundheit auswirkt. 82 % der erwachsenen Raucher haben schon als Teenager mit dem Laster begonnen. Aber wer bis zum 20. Lebensjahr keine Zigarette angerührt hat, hat gute Chancen, danach auch nicht mehr zum Raucher zu werden. Hier können Sie eine kostenlose Ausgabe von "Lernen und Fördern mit Spaß!" bestellen.
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