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13.12.2018

Was tun? - Mein Kind stottert!

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Viele Kinder haben im Vorschulalter eine Phase, in der sie aufgrund von Wortfindungsschwierigkeiten zu stottern beginnen und bestimmte Worte solange wiederholen, bis ihnen der gesuchte Begriff einfällt. Mit fünf Jahren hat sich diese Sprachstörung normalerweise erledigt, denn Denken und Sprechen sind dann gut aufeinander abgestimmt. Falls ein Kind jedoch weiterhin stottert, besteht Handlungsbedarf. Lesen Sie hier wichtige Informationen über das Stottern und wie Sie sich betroffenen Kindern gegenüber verhalten sollten.

Warum manche Kinder stottern und andere nicht, konnte die Wissenschaft bisher noch nicht eindeutig klären. Dieses sprachliche Phänomen tritt jedoch in nahe-zu allen Kulturen bei rund 1 Prozent der Bevölkerung auf, betroffen sind circa 80% Jungen/Männer und 20% Mädchen/Frauen. Zeitlich begrenzte Phasen des Stotterns bei Kindern, besonders im Vorschulalter, werden deutlich häufiger beobachtet. Sie betreffen bis zu 50% der Jungen und 25% der Mädchen. Mögliche Ursachen des Stotterns können sein:

  • genetische Veranlagung
  • posttraumatische Reaktionen, zum Beispiel nach einem Unfall
  • Ängstlichkeit und Nervosität

Wird ein stotterndes Kind stark gehänselt, unter Druck gesetzt oder erhält es extrem viel Aufmerksamkeit, kann sich auch das so genannte temporäre Stottern letztlich verfestigen und zu einem ernsten Problem werden.

So erkennen Sie, ob Ihr Kind stottert

Das temporäre Stottern bei Kindern bis etwa fünf Jahren beruht auf der Tatsache, dass das kindliche Denken und die Sprachentwicklung nicht auf dem gleichen Entwicklungsstand sind. Bis ein Kind ein Wort findet, das es benutzen möchte, wiederholt es einfach so lange das vorherige Wort. Ist ihm der gesuchte Begriff eingefallen, ist vom Stottern nichts mehr zu bemerken. Anders ist es beim behandlungswürdigen Stottern älterer Kinder. Die auftretenden sprachlichen Auffälligkeiten können sich auf unterschiedliche Art und Weise äußern:

  • Ihr Kind wiederholt Laute (I-i-i-i-ch …).
  • Ihr Kind wiederholt Silbern (ra-ra-ra-ra-radiere …).
  • Ihr Kind wiederholt Wörter (das – das – das – das Wort weg).
  • Ihr Kind presst die Anfangsbuchstaben eines Wortes lautlos (M--------ein Name ist Tim).
  • Ihr Kind zieht einzelne Laute lang (Ich haaaaaaabe keinen Huuuuuunger).
  • Ihr Kind bricht Sätze ab.
  • Ihr Kind wirkt beim Sprechen sehr angespannt.
  • Ihr Kind vermeidet bestimmte Laute, Wörter oder Silben.

Zu diesen sprachlichen Auffälligkeiten können auch physische Besonderheiten kommen. Manche Kinder bewegen ihre Gesichts- oder Kopfmuskulatur beim Sprechen mit, andere schwitzen stark oder verändern ihre Atmung. Das Sprechen eines stotternden Kindes wirkt auf jeden Fall angestrengt und motiviert den Zuhörer, unterstützend und beschleunigend einzugreifen.

Kompensation und Vermeidung

Je länger ein Kind stottert, desto mehr Strategien entwickelt es, schwierigen Wörtern oder Buchstaben aus dem Weg zu gehen. Manche Kinder verändern ihren Wortschatz bewusst so, dass bestimmte Anfangsbuchstaben nicht mehr gesprochen werden müssen. Sie vermeiden entsprechende Wörter oder stellen sogar ganze Textpassagen um, wenn sie glauben, an typischen Wörtern hängen zu bleiben. Diese Vermeidungsstrategien sind gefährlich, denn auf Dauer erhöhen sie die Angst vor dem Stottern. Außerdem wird die Anstrengung beim Sprechen immer größer.

Wer behandelt das Stottern?

Wenn Sie feststellen, dass sich das Stottern Ihres Kindes festsetzt, sollten Sie sich um entsprechende Hilfe bemühen. Der Kinderarzt schreibt Ihnen ein Rezept aus und kann Ihnen Adressen von ausgebildeten Sprachtherapeuten empfehlen. Sprachtherapien werden von Sprachtherapeuten, Logopäden, Sprachheilpädagogen oder auch von Atem- und Sprechlehrern durchgeführt. In den Therapien geht es darum, dem Stotternden die Angst zu nehmen, das flüssige Sprechen einzuüben, ein Gefühl für den Atem- und Sprechrhythmus zu vermitteln sowie weniger anstrengende Sprechweisen zu erlernen. In der Praxis werden die Ziele der Therapie unter anderem durch

  • Lieder, Verse und rhythmische Übungen,
  • bestimmte Gesprächssituationen und
  • Sprechübungen

erreicht. Natürlich werden auch die Eltern im Rahmen einer solchen Therapie umfassend informiert, damit sie ihr Kind

zu Hause optimal unterstützen können. Je später eine Therapie gegen das Stottern einsetzt, desto geringer werden die Heilungschancen. Es ist daher sinnvoll, stotternde Kinder schon früh dem Kinderarzt vorzustellen und ihre Entwicklung aufmerksam zu verfolgen. Spätestens mit Eintritt in die Grundschule sollte sich das Stottern gegeben haben, andernfalls ist eine Therapie angezeigt.

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