Während der Schulzeit eines Kindes treten immer mal Situationen auf, die Eltern und Lehrkräfte auf Anhieb nicht richtig einschätzen können. Anhaltend schlechte Noten, störendes Verhalten, keine Lust auf den Unterricht oder ein auffälliges Desinteresse an Mitschülerinnen und Mitschülern können verschiedenste Ursachen haben. Lesen Sie hier, in welchen Fällen ein IQ-Test für Kinder hilfreich sein kann.
Obwohl die Intelligenzforschung sich seit den ersten Tests des französischen Psychologen Alfred Binet 1905 stetig weiterentwickelt hat, werden Intelligenztests nur im Ausnahmefall zur Erfassung kindlicher Fähigkeiten und Begabungen angewandt. In Deutschland hat es sich bisher nicht durchgesetzt, solche Tests flächendeckend bei der Einschulung oder bei der entscheidenden Wahl der weiterführenden Schule bzw. einer Berufsausbildung einzusetzen. Erst wenn Kinder Verhaltensweisen zeigen, die nur schwer zu erklären sind, oder wenn es um eine frühzeitige Einschulung geht, werden Intelligenztests (oder auch allgemeine Entwicklungstests) zur Klärung herangezogen. Was misst ein IQ-Test eigentlich?Es gibt zwei unterschiedliche Auffassungen von dem, was Intelligenz eigentlich ist. Die Vertreter der einen Richtung verstehen darunter die globale Fähigkeit des Menschen zu verstehen, zu abstrahieren und Probleme zu lösen. Die anderen, zum Beispiel Thurstone und Gardner, differenzieren die einzelnen Fähigkeiten (sprachliche, logische, räumliche, soziale, emotionale etc.), die zusammengenommen als Intelligenz gelten. Intelligenztests, die als Ergebnis einen bestimmten Quotienten ergeben, werden seit ungefähr 100 Jahren angewendet. Sie ermöglichen eine relativ zuverlässige und objektive Abschätzung der Begabungen sowie der Intelligenzhöhe. Diese wird mit einer Zahl ausgedrückt, die sich aus den Ergebnissen der Tests errechnet. Dabei hat man einen IQ von 100 für eine durchschnittliche Intelligenz festgelegt. Von einer Hochbegabung spricht man ab einem IQ von 130, was jedoch nur auf 2% der Bevölkerung zutrifft. Wer führt die IQ-Tests durch?Seinen Intelligenzquotienten herauszufinden gilt spätestens seit den IQ-Shows im Fernsehen zumindest bei Erwachsenen als interessanter Zeitvertreib. Auf vielen Internetseiten finden sich daher kostenfreie und kostenpflichtige Angebote, die jedoch kaum ein wissenschaftlich anerkanntes Ergebnis bieten können. Ähnlich wie bestimmte Verfahren der medizinischen Diagnostik nur von Ärzten angewendet werden dürfen, legt eine entsprechende Norm fest, dass Anwendung und Interpretation von Intelligenztests ausschließlich dafür besonders qualifizierten Personen, insbesondere Psychologinnen und Psychologen, überlassen werden sollten. Solche qualifizierten Fachleute finden Sie: Hier können Sie eine kostenlose Ausgabe von "Lernen und Fördern mit Spaß!" bestellen.
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