Wahrnehmungsstörungen entstehen meistens dann, wenn einzelne Sinne nicht gut entwickelt sind oder gar ganz ausfallen und wenn die verschiedenen Sinne nicht miteinander harmonieren. Die Aufnahme von Informationen findet immer mehrgleisig statt, und auch ein Kind nimmt seine Umwelt über verschiedene Zugangswege wahr.
An einem Sommertag Alle diese Eindrücke zusammen ergeben die Wahrnehmung: Es ist Sommer! Würde nun beispielsweise das Wärmeempfinden nicht funktionieren, wäre es schon sehr viel schwieriger einzuschätzen, ob es sich nicht vielleicht um einen Frühlings- oder Herbsttag handelt. Genauso verhält es sich in der Schule. Ein mathematischer Zusammenhang beispielsweise wird nur verstanden, wenn die Raumwahrnehmung eines Kindes funktioniert. Seine Körperwahrnehmung muss trainiert und funktionsfähig sein, um es dazu zu befähigen, sich koordiniert zu bewegen. Mehr und weniger, höher und tiefer, oben und unten, rechts und links sind wichtige Koordinaten, die für das Erkennen mathematischer Zusammenhänge benötigt werden.
Diese Sinne braucht Ihr KindDie sieben Sinne eines Menschen bestehen zum einen aus den fünf Sinnen, die durch äußerlich sichtbare Organe die Verbindung zur Umwelt herstellen, und zum anderen aus den zwei Sinnen, die für die Eigen- und Körperwahrnehmung zuständig sind. 5 Sinne mit Verbindung zur Umwelt - Augen (Sehsinn)
- Ohren (Hörsinn)
- Nase (Geruchssinn)
- Mund (Geschmackssinn)
- Haut (Tastsinn)
2 Sinne mit Verbindung zum eigenen Körper und den Gefühlen Gleichgewichtssinn - Muskel- oder Stellungssinn
Durch diese sieben Sinne werden alle Reize aufgenommen, ins Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet. Anschließend werden die gewonnenen Informationen an die verschiedenen Organe zurückgeschickt und sorgen dort für entsprechende Reaktionen. Diese Informationen bestimmen, wie sich ein Mensch bewegt, wie er handelt, was er sagt und fühlt. Werden Reize nicht oder nur teilweise verarbeitet, fehlen also auch die entsprechenden Informationen. So entstehen Verhaltensweisen, die nicht den gängigen Erwartungen entsprechen und der betroffenen Person durchaus auch Schaden zufügen können. Ein Kind mit einem gestörten taktilen Sinn (Tastsinn) hat beispielsweise Schwierigkeiten, Kälte und Wärme richtig einzuschätzen. Dieses Kind rennt unter Umständen auch im Winter mit dem T-Shirt auf die Straße oder zieht im Sommer einen dicken Wollpulli an. Für seine Gesundheit ist das nicht förderlich. Was sie bezüglich der so genannten "sensorischen Integration" wissen sollten und warum eine gute Wahrnehmung Ihres Kindes positive Auswirkungen auf die Schule haben kann, erfahren Sie in der Schwerpunktausgabe "Wahrnehmung fördern" von "Lernen und Fördern mit Spaß".
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