Manche Laute sind für Kinder besonders schwierig, und sie brauchen lange, um sie korrekt auszusprechen. Zu diesen Problemlauten gehören zum Beispiel S, Sch, F, D, T, Ch, G, K, P, B und R. Für die fehlerhafte Aussprache dieser Laute gibt es verschiedene Ursachen, die im Zweifel immer durch den Kinderarzt oder einen Logopäden festgestellt werden sollten. Mit den folgenden Spielen können Sie auch zu Hause besonders die Aussprache der Problemlaute fördern.
Natürlich ist es ganz wichtig, dass ein Kind den jeweiligen Laut richtig hört, damit es ihn korrekt (re)produzieren kann. Hat es also Probleme mit der auditiven Wahrnehmung, kann dies allein schon die Ursache dafür sein, dass die Aussprache falsch ist und sich keine positive Entwicklung zeigt. Auch wenn Eltern nicht sorgfältig sprechen oder einen starken Dialekt pflegen, kann das eine Ursache für die fehlerhafte Sprache eines Kindes sein. In diesem Fall sollte ein Logopäde eingeschaltet werden, damit das Kind die richtige Anleitung für die Aussprache bekommt. Mit den folgenden Spielen können Sie die Sprachentwicklung Ihres Kindes sinnvoll beeinflussen. Bitte beachten Sie, dass alle Konsonanten lauttreu ausgesprochen werden. Sprechen Sie also das reine B und nicht das mit einem Vokal verbundene Be. Spiele zur Förderung von B und P1. Kleine Wattebällchen werden in einer Reihe auf eine glatte Fläche, zum Beispiel einen Tisch, nebeneinander gelegt. Nun versuchen alle Mitspieler, die Bällchen vorwärtszubewegen, indem sie den Laut B ganz oft nacheinander aussprechen. Die Kinder werden merken, dass es nur sehr langsam vorangeht. Das gleiche Spiel wird nun mit dem Laut P versucht, bei dem es wesentlich rasanter zugeht. Sprechen Sie über den Unterschied der beiden Laute und versuchen Sie im Anschluss an das Spiel gemeinsam Wörter zu finden, die mit B oder P beginnen. 2. Der Laut P ist so stark und kräftig, dass Ihr Kind damit sogar eine Kerze ausblasen kann. Mit dem weicheren B gelingt dies hingegen nicht. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind die Backen bei der Bildung des kräftigen, stimmlosen Ps nicht aufbläst. 3. Wählen Sie ein Lied, das Ihr Kind besonders gerne singt. Ersetzen Sie nun ein Wort aus dem Lied durch einen lauten Knall, den Ihr Kind mit seinen Lippen erzeugt. Dazu nimmt es beide Lippen zwischen die Zähne, presst diese zusammen und öffnet sie plötzlich mit Druck. Jedes Mal wenn das ausgewählte Wort in dem Lied gesungen werden soll, darf Ihr Kind laut mit den Lippen knallen. Spiele zur Förderung von SUm den S-Laut richtig bilden zu können, müssen mehrere Voraussetzungen gegeben sein. Zum einen muss Ihr Kind ein Gefühl für die Stellung und Bewegung der Zunge im Mund entwickeln, zum anderen muss es eine gut ausgeprägte Wahrnehmungs- und Differenzierungsfähigkeit besitzen, um den Laut kopieren zu können. Das S klingt nicht immer gleich, beim Wort Sonne wird es weich gesprochen, beim Wort Rast dagegen wesentlich härter. Zuerst einmal muss geklärt werden, ob das Kind den richtigen S-Laut von dem falschen überhaupt unterscheiden kann. Dafür eignet sich das erste Spiel. Am deutlichsten wird Kindern die richtige Aussprache des S-Lautes durch das Summen einer Biene oder das Zischen einer Schlange. 1. Ihr Kind liegt mit geschlossenen Augen auf dem Boden und wartet darauf, ob sich ihm eine Biene (richtiger S-Laut) oder eine Hornisse (falscher S-Laut) nähert. Der Erwachsene macht nun abwechselnd den richtigen und den falschen Laut, während er sich vom anderen Ende des Raumes dem Kind nähert. Erkennt das Kind die Biene, darf diese auf seinem Körper landen. Hört es jedoch die Hornisse, darf es aufspringen und wild mit den Armen fuchteln, um das Tier zu verscheuchen. Wenn Ihr Kind gelernt hat, wie der richtige S-Laut klingen soll, folgt die zweite Schwierigkeitsstufe. Nun soll es selber mit den S-Lauten spielen beziehungsweise diese korrekt aussprechen. 2. Für dieses Spiel brauchen Sie einen Würfel und einen Spielplan mit 32 Feldern. Ein Spieler verkörpert die Schlange, die bei den Zahlen 2, 3 und 5 jeweils um die Anzahl der gewürfelten Punkte vorrücken darf, jedoch nicht ohne dabei kräftig zu zischeln. Der andere Spieler (das Kind) verkörpert die Biene, die bei den Zahlen 1, 4 und 6 um die Anzahl der gewürfelten Punkte vorrücken darf, jedoch nicht ohne dabei kräftig zu summen. Wer als Erster am Ziel angekommen ist, hat gewonnen und darf den Mitspieler zischend oder summend um den Tisch jagen. Bei der Übung von Wörtern mit S sollte die folgende Reihenfolge eingehalten werden, da hierbei die Schwierigkeitsstufe immer ein bisschen ansteigt. Lassen Sie Ihr Kind die Wörter richtig nachsprechen. - S am Anfang vor Vokal, z.B. Salbe, Segel, Silber, Sonne, Süden
- S am Anfang vor Konsonant, z.B. Skat, Spiel, Stiel
- S (ss) zwischen Vokalen, z.B. Hase, Hose, Rose, Nase, Tasse, Messe
- S zwischen Konsonanten, z.B. Obst, insgesamt
- S zwischen Vokal und Konsonat, z.B. Kastanie, Rast, Fest, Mist
- S zwischen Konsonant und Vokal, z.B. Amsel, vorsingen
- S (ss) am Schluss nach Vokal, z.B. Glas, Los, Eis, raus, Mus, Kuss, Ross
S am Schluss nach Konsonant, z.B. Hals, anders, winters, sommers
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