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22.10.2017

So wird Ihr Kind zur Leseratte

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lesen.jpgAller Anfang ist schwer, das zeigt sich auch beim Lesenlernen. Als geübter Leser können Sie sich sicher kaum noch daran erinnern, wie mühselig es anfangs war, die vielen Buchstaben auseinander zu halten oder lange Wörter und ganze Sätze zu erfassen. Schulanfänger kennen das Problem nur zu gut. Sie brauchen in der Regel bis zu zwei Jahren, bis sie flüssig lesen können und die Texte auch verstehen. Doch die Mühe lohnt sich, denn Lesen ist unverzichtbar. Ob Bücher, Zeitschriften oder Internetseiten – die enthaltenen Informationen erschließen sich nur geübten, schnellen Lesern.

Wer diese Fähigkeit nicht beherrscht, wird rasch zum Außenseiter. Unser Beitrag verrät Ihnen, wie Sie die Lesefähigkeit Ihres Kindes stärken und die Lust auf Schmökern wecken. Machen Sie Ihr Kind jeden Tag neugierig aufs Lesen! Wer von klein auf vorgelesen bekommt und mit interessanten, spannenden Büchern aufwächst, der entwickelt auch den Wunsch, selber lesen zu können. Schon Einjährige lieben es, Bilderbücher anzusehen. Sie können oft gar nicht genug davon haben und genießen es, daraus erzählt zu bekommen. Im Laufe der Jahre entdecken sie dann auch den Sinn der Schrift, und schnell wollen sie selbst entziffern, was dort steht. Damit die Motivation und das Interesse bestehen bleiben, verrate ich Ihnen hier bewährte Tipps für Leseanfänger und leseschwache Kinder.

  1. Lesen Sie täglich gemeinsam mit Ihrem Kind
    Es ist eine Binsenweisheit: Lesen lernt man nur durch lesen. Je regelmäßiger Sie gemeinsam mit Ihrem Kind lesen, desto schneller und besser wird Ihr Kind es beherrschen. Aber auf keinen Fall darf der Spaß daran verloren gehen. Kurze Leseeinheiten von 10 Minuten, bei denen man sich gemütlich auf dem Sofa aneinander kuschelt, können eine Oase im Alltagsstress sein. Dabei liest Ihr Kind nur so viel, wie es möchte. Sie werden sehen, dass es mit der Zeit immer mutiger wird und immer längere Texte bewältigt.
  2. Lesen Sie mit der ganzen Familie
    Beim Lesen muss auch niemand alleine sein. Schaffen Sie eine gemütliche Leseecke, in der das gemeinsame Schmökern zum Erlebnis werden kann. An einem verregneten Samstagnachmittag bleibt vielleicht der Fernseher mal aus, und die ganze Familie schnappt sich bei Tee und Plätzchen ihren Lesestoff. Oder Sie lesen abwechselnd eine Geschichte mit verteilten Rollen vor. Bitte achten Sie aber darauf, dass Lesen niemals zum Zwang wird und immer freiwillig geschieht. Lesen darf keine Strafe sein und auch kein Muss, damit die Liebe zu Geschichten nicht verloren geht.
  3. Teilen Sie sich mit
    Lassen Sie Ihr Kind unbedingt an Ihren eigenen Leseerlebnissen teilnehmen. Lesen Sie ihm aus der Tageszeitung vor, informieren Sie über Produktaufschriften, sehen Sie sich Kataloge an, betrachten Sie gemeinsam Werbeplakate in der Stadt oder erklären Sie ihm den Busfahrplan. Schrift findet sich überall. Auch wenn Sie gerade einen besonders spannenden Krimi lesen, können Sie diese Erfahrung Ihrem Kind weitergeben.
  4. Nehmen Sie den Faden auf
    Ihr Kind liest Geschichten über Zauberer und Magie? Vertiefen Sie das Thema und besuchen Sie eine Zauberervorstellung oder lernen Sie gemeinsam einige leichte Tricks, die im Rahmen eines Familientreffens vorgeführt werden können. Bei Rittergeschichten bietet sich der Besuch eines Mittelaltermarktes an, und Bücher über Roboter und Computer sind ein guter Anlass zum Besuch eines Technikmuseums. Aber auch umgekehrt funktioniert das: Nach einem Spaziergang können Sie die gesammelten Blätter im Naturbuch mit Ihrem Kind nachschlagen.
  5. Schenken Sie ab und zu ein Buch
    Auch wenn sie nicht gleich gelesen werden, können Bücher auf einem schönen Regal im Kinderzimmer ein angenehmer Blickfang sein. Früher oder später greift Ihr Kind vielleicht doch freiwillig danach. Schenken Sie also ab und zu ein Buch, auch wenn Ihr Kind nicht immer in Jubelrufe ausbricht. Irgendwann ergibt sich bestimmt die Gelegenheit, genau dieses Buch aus dem Regal zu ziehen und sich in seinen Inhalt zu vertiefen. Spätestens wenn ein krankes Kind sich den Tag über im Bett langweilt, sollte
    ein schönes Buch zur Hand sein, um es abzulenken.
  6. Stöbern und schmökern Sie
    Bücher haben etwas Geheimnisvolles und Unerforschtes. Besuchen Sie mit Ihrem Kind Flohmärkte und stöbern Sie dort in den Auslagen nach tollen Büchern. Betreten Sie Büchereien und durchwühlen Sie Bücherkisten nach verborgenen Schätzen. Gehen Sie mit Ihrem Kind mal in ein Antiquariat und lassen sich dort die Geschichte von einigen Büchern erzählen. Und bestimmt ist es ein besonderes Erlebnis, einen Comicladen gründlich unter die Lupe zu nehmen. Je mehr spannende und interessante Kontakte Ihr Kind mit Büchern hat, desto stärker wächst sein Interesse daran. Fragen Sie Ihr Kind um Rat, welches Buch der Opa zu Weihnachten bekommen soll, und überlassen Sie ihm die Entscheidung.

So lernen auch leseschwache Kinder lesen

Manchen Kindern fällt das Lesen schwerer als anderen. Um sie zu motivieren, braucht es oft mehr als einen schönen Bucheinband oder ein spannendes Thema. Trotz einer Leseschwäche gibt es kaum ein Kind, das nicht früher oder später lesen lernt. Damit dies jedoch einfacher, besser und schneller gelingt, sollten Sie folgende Tipps beachten. Schon bald wird Ihr Kind sehr viel besser lesen als vorher.

  • Suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind in der Bücherei oder in einer Buchhandlung interessanten Lesestoff. Ihr Kind entscheidet, was es lesen möchte, nicht Sie. Auf vielen Büchern für Leseanfänger ist notiert, für welches Alter sie geeignet sind.
  • Das optimale Buch sollte viele Bilder und gerade so viel Text enthalten, wie Ihr Kind bewältigen kann. Lieber eine zu niedrige Lesestufe wählen als eine zu hohe.
  • Druckschrift ist leichter zu lesen als Schreibschrift, und die Buchstaben dürfen nicht zu klein sein. Für schwache Leser sollte wenig Text auf einer Seite sein.
  • Orientieren Sie sich immer am Können und am Interesse Ihres Kindes, damit es seine Motivation nicht verliert.
  • Durch Flattersatz wird das Interesse am Fortgang der Geschichte aufrecht erhalten. (Flattersatz bedeutet, dass jede Zeile auch einen Sinnzusammenhang enthält, also in sich sinnvoll abgeschlossen ist. Der Flattersatz vereinfacht das sinnentnehmende Lesen für die Kinder und ist in vielen Kinderbüchern schon als Standard zu finden.)

Hilfsmittel wie Leselineal und Lesepfeil wirken unterstützend

  • Mit dem Leselineal oder dem Lesepfeil bzw. Lesefenster gelingt es den Kindern besser, in der jeweiligen Zeile zu bleiben und nicht mit den Augen zu verrutschen. Das Leselineal deckt dabei die unteren Zeilen ab, der Lesepfeil oder das Lesefenster deckt zusätzlich noch die folgenden Wörter ab, und ermöglicht so die volle Konzentration auf das gerade zu lesende Wort. Ein Leselineal erhalten Sie in vielen Buchhandlungen. Auch Lesepfeile gibt es im Buchhandel, sie können aber auch ganz einfach selber gebastelt werden.
  • Es gibt Untersuchungen, die belegen, dass manche Kinder besser lesen, wenn der Farbkontrast zwischen Schrift und Blatt nicht schwarz/weiß sondern mit anderen Farben gestaltet ist. Um dies zu erreichen, gibt es verschiedenfarbige Lesefolien, die einfach über den zu lesenden Text gelegt werden. Ähnliches wird auch mit bunten Brillengläsern erreicht. Für den Anfang reicht es aus, wenn Sie sich blaue, rote, gelbe und grüne Folien im Geschäft für Bastelbedarf besorgen. Stellt sich heraus, dass Ihr Kind mit diesen Folien sehr viel besser liest, sollten Sie mit
    einem Augenarzt sprechen und eventuell farbige Brillengläser ausprobieren.
  • Lesen Sie im Team. Manche Kinder haben Angst davor, einen Text allein vorzulesen, weil sie befürchten, über schwierige Passagen zu stolpern. Anstatt es zu versuchen, fangen sie gar nicht erst an. Hilfe bietet das so genannte Paired Reading (abwechselndes, begleitendes Lesen).
    Dabei liest das Kind einen Text so lange vor, bis es stockt. In diesem Moment übernimmt der leise mitlesende
    Erwachsene, und so wird die entstandene Lesehürde gemeinsam fließend genommen. Ist die holperige Stelle überwunden, liest das Kind wieder alleine weiter.

Tolle Bücher für Kids

Um ansprechende Bücher für Ihr Kind zu finden, sollten Sie seine Interessen kennen und akzeptieren. Schaut es gerne Fernsehen? Dann finden Sie doch einmal heraus, ob es zu den beliebten Serien eventuell auch eine Buchreihe gibt. Oder
haben Sie einen PC-Freak zu Hause? Auch zu vielen Computer- oder Konsolenspielen gibt es inzwischen entsprechende
Bücher oder Comics. Ihre Tochter liebt Pferde? Wie wäre es, ihr zum Geburtstag ein Zeitungsabonnement für eine Pferdezeitschrift zu schenken?

Solch eine Lektüre macht den Einstieg ins Lesen leichter, und schließlich geht es genau darum, das Lesen nicht als Anstrengung zu empfinden. Kinder lernen das Lesen nicht wegen des Lesens, sondern weil sie wissen möchten, welche Geschichte ein Buch erzählt.

Wir haben für Sie eine umfangreiche Liste mit Büchern zusammengestellt, die Ihrem Kind garantiert richtig Lust aufs lesen machen. Die Bücherliste finden Sie in der "Lernen und Fördern"-Ausgabe 05-2006 oder auch hier zum Download: LUF Ausgabe Mai 2006.


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