Nicht nur im Alter von etwa drei Jahren (Trotzphase) können Kinder extrem anstrengende Verhaltensweisen entwickeln, auch in späteren Jahren sind Eltern vor Wutanfällen, Trotzreaktionen und aggressiven Handlungen nicht geschützt. Am härtesten geht es dabei in der Pubertät zu, denn die verunsicherten Jugendlichen wissen oft nicht, wie sie im Spannungsfeld zwischen „Kindsein“ und „Erwachsenwerden“ reagieren sollen. Hinzu kommen Hormonschübe und die Veränderung des eigenen Körpers, die erst einmal verarbeitet werden müssen. Wie Sie auf Aggression und Trotz am besten reagieren, verrät Ihnen der folgende Beitrag.
Das Eintrittsalter der Pubertät hat sich in den letzten Jahren weiter nach unten geschoben, und schon in der Grundschule bekommen einige Mädchen ihre erste Periode. Kein Wunder, dass dabei Gefühlsausbrüche, Wortattacken und aggressives Verhalten als Ausdruck von Hilflosigkeit bei Ihrem Kind entstehen können. Bleiben Sie gelassen, auch wenn es schwer fällt Obwohl die Angriffe Ihres trotzigen oder aggressiven Kindes für Sie als Eltern extrem belastend sein können und Ihnen vielleicht emotional stark zusetzen, ist es dennoch wichtig, gelassen zu reagieren und sich nicht auf die Ebene des Kindes zu begeben.
Reagieren Sie nicht emotional, schreien Sie nicht zurück und versuchen Sie, einen gefühlsmäßigen Abstand zu Ihrem Kind zu halten. Es testet aus, wie weit es gehen kann, und lernt dabei ganz wichtige Verhaltensregeln für sein späteres Umgehen mit anderen Menschen. Auch und gerade wenn sie toben, brüllen und schlagen, brauchen Kinder klare Richtlinien, die ihnen vermitteln, was richtig und was falsch ist. Diese Regeln müssen von den Eltern kommen. Akzeptieren Sie keine gegenseitigen Beschimpfungen Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind in einer ruhigen Stunde Regeln für den Umgang fest:
- Es wird niemals geschlagen oder gehauen.
- Wir beschimpfen uns nicht gegenseitig.
- Wer wütend ist, kann sich zurückziehen, um sich zu beruhigen.
- Wir versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden, und setzen uns schon nach kurzer Zeit erneut zusammen.
Vorschlag: Schreiben Sie die Regeln gemeinsam auf und hängen Sie sie an einen gut sichtbaren Platz, z. B. in der Küche. Sie sind das Vorbild! Natürlich können Sie von Ihrem Kind nicht verlangen, dass es die Regeln während eines Wutanfalls stets parat hat und anwenden kann. Das ist Aufgabe der Eltern, denn die Kinder lernen ja noch. Wenn Ihr Kind tobt oder schreit: Versuchen Sie, ruhig zu bleiben und die Ursache der Eskalation herauszufinden. Falls Ihr Kind unangemessen reagiert und sich auf kein vernünftiges Gespräch einlässt, erinnern Sie es an die zusammen festgelegten Regeln. Lenkt es nicht ein, beenden Sie die Situation ohne weitere Diskussion. Lassen Sie sich nicht zum gegenseitigen Anschreien verleiten. Es ist wichtig, dass Ihnen bewusst ist, welchen Einfluss Ihr Verhalten auf das künftige Verhalten Ihres Kindes hat. Von Ihnen lernt es, mit Frust und Wut umzugehen. Sie sind das Vorbild, dem es folgen wird. Hier zeigen wir Ihnen die besten Strategien gegen Trotz und Aggression
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