Gehören Sie auch zu den Eltern, die mit gerunzelter Stirn über den Heften Ihres Kindes brüten und mühsam versuchen, seine Schrift zu entziffern? Unleserliche Buchstaben, verschmierte Tinte, übermalte Ränder oder ein Dschungel durchgestrichener Wörter sind kein Lesevergnügen, auch nicht für die Lehrer. Lesen Sie hier, welche Ursachen eine krakelige Handschrift oder verschmierte Hefte haben können und wie Sie Ihrem Kind helfen können, das Aussehen seiner Schrift zu verbessern.
Es ist nicht gerade förderlich für die Noten eines Schülers, wenn Lehrerinnen und Lehrer seine Handschrift nicht entziffern können. Die Schule verwendet heute keine Zeit mehr darauf, ihre Schüler zu akkurater Schönschrift anzuleiten, aber die äußere Form wird wieder deutlich aufgewertet – nicht zuletzt durch die Kopfnoten, die in vielen Bundesländern schon eingeführt sind. Eine dieser Kopfnoten bezieht sich auf Sorgfalt, und damit ist vor allem ein präsentables Äußeres der schriftlichen Arbeitsergebnisse gemeint. Hinzu kommt, dass die Lesbarkeit im ureigensten Interesse der Schüler liegen sollte: wenn ein e nicht mehr von einem a zu unterscheiden ist, Groß- und Kleinbuchstaben dieselbe Höhe haben oder n und m identisch aussehen, liegt es im Ermessen der Lehrkraft, einen Rechtschreibfehler anzustreichen oder auch nicht. Sieht die Heftseite darüber hinaus wie ein Schlachtfeld aus, auf dem Papier gegen Tinte kämpft, verweigern manche Lehrer verständlicherweise sogar die Korrektur von Hausaufgaben oder Klassenarbeiten. Sie bestehen darauf, als Grundlage ihrer Arbeit zumindest eine gut lesbare Vorlage zu erhalten. Nicht allen Kindern gelingt dies jedoch.
Was braucht Ihr Kind zum Schreiben?Es sind verschiedene Dinge notwendig, damit ein Kind ordentlich schreiben lernen kann: Tintenflecke oder Zeilenrutscher?Gerade Jungen haben verstärkt Schwierigkeiten damit, sauber und ordentlich zu schreiben. Manchen gelingt es nicht, den Heftrand oder die Zeile einzuhalten, andere können mit einem Füller nicht umgehen und verschmieren regelmäßig die Tinte oder verbiegen seine Spitze. Der flüssige Übergang von einem Buchstaben zum anderen funktioniert nicht, und die einzelnen Zeichen kippen mal nach rechts, mal nach links, so dass die Schriftrichtung dauernd variiert. Die Ursachen für solche Probleme können ganz unterschiedlich sein und betreffen natürlich nicht immer nur Jungen. Viele Eltern fragen sich, wie sie ihrem Kind dabei helfen können, schöner zu schreiben. Die richtige Sitzhaltung | | Füße Unter- und Oberschenkel Rücken Kopf Schultern Unterarme Schreibhand | Die Füße sollen hüftbreit auf dem Boden stehen und richtig Bodenkontakt haben. Die beiden Schenkel sollen einen rechten Winkel bilden. Der Rücken wird vom Becken her aufgerichtet, bei einer schrägen Arbeitsplatte ist der Rücken gerade, bei einer geraden Platte, leicht schräg nach vorne gerichtet. Der Kopf ist die gerade Verlängerung der Wirbelsäule. Die Schultern hängen entspannt und sind nicht hochgezogen („Schieb deine Schulterblätter in die Hosentasche“). Die Unterarme liegen auf der Arbeitsfläche auf, sie tragen kaum Gewicht. Die Schreibhand liegt auf der Seite des kleinen Fingers auf der Unterlage auf. |
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