Im Laufe des 4. Schuljahres (in wenigen Fällen auch erst in der 6. Klasse) entscheidet sich nicht nur, welche Schulform Ihr Kind weiterbesuchen wird, sondern auch, welche spezielle Schule es sein soll. Da die Anzahl der in Frage kommenden Schulen besonders in größeren Städten nicht gerade klein ist, sollten Sie sich im Vorfeld gut informieren. Unsere Checkliste hilft Ihnen dabei.
Informationsabende und Info-Broschüren, aber auch individuelle Gespräche mit der Schulleitung und Kontakte zu anderen Eltern, die bereits Kinder an der jeweiligen Schule haben, helfen Ihnen bei Ihrer Entscheidung. Aller-dings sollten Sie sich nicht auf eine Schule festlegen, denn nicht immer werden Kinder der Schule ihrer Wahl auch zugewiesen oder von der Schule angenommen, etwa wenn sie bereits überfüllt ist und nicht zum direkten Einzugsgebiet gehört. In diesem Fall sollten Sie eine zweite und dritte Alternative haben, die Ihren Vorstellungen ebenfalls nah kommt. Beginnen Sie bereits im Laufe des 3. Schuljahres damit, Informationen über weiterführende Schulen einzuholen. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, sich zu entscheiden: Besuchen Sie an den in Frage kommenden Schulen einfach gemeinsam mit Ihrer Familie einen Tag der offenen Tür oder ein Sommerfest. So bekommen Sie einen ersten Eindruck und können einzelnen Lehrkräften Ihre Fragen stellen. Verfolgen Sie Berichte über die Schulen Ihres Umfeldes in der lokalen Presse. - Fragen Sie auch Ihr Kind, welche Schule es am liebsten besuchen möchte.
Spazieren Sie ruhig ab und zu an den ausgewählten Schulen vorbei und beobachten Sie die Atmosphäre auf dem Pausenhof. - Sprechen Sie mit den Lehrkräften Ihres Kindes über Ihre Vorstellungen, dort erhalten Sie sicherlich noch wertvolle Hinweise.
- Besuchen Sie die Homepage der entsprechenden Schulen, dort finden sich immer öfter grundlegende Informationen. Lesen Sie auch die Gästebücher oder die Berichte von Ehemaligen.
- Lassen Sie sich die Informationsbroschüre der Schulen unverbindlich zuschicken, falls es eine gibt.
Soll es ein besonderes Konzept sein?Immer beliebter werden Schulen mit besonderen pädagogischen Vorstellungen, die in vielen Fällen als Privatschulen betrieben werden. Wer sich für eine solche Schule entscheidet, sollte bedenken, dass ein Wechsel unter Umständen problematisch werden kann. Die besonderen pädagogischen Konzepte prägen ihre Schülerinnen und Schüler, so dass ein Wechsel auf eine Regelschule sich eventuell schwierig gestalten könnte. Waldorfschulen (http://www.waldorfschule.info) Waldorfschulen lehren und arbeiten nach den Grundsätzen des Anthroposophen Rudolf Steiner und bieten Unterricht von der ersten Klasse bis zum Abitur an. Fremdsprachen werden vom ersten Schuljahr an gelehrt. Bekannt sind die Waldorfschulen auch für ihren handwerklichen Unterricht und das Fach Eurythmie (eine spezielle Bewegungskunst). Es gibt keine Ziffernzeugnisse, sondern detaillierte Gutachten und kein Sitzenbleiben – mitunter aber dann auch keinen Schulabschluss, sondern nur die verlangten Schulbesuchsjahre. Waldorfschulen sind private Schulen, die Elternbeiträge sind an den meisten Schulen nach Einkommen gestaffelt. Informationen über Schulen mit anderen pädagogischen Konzepten (beispielsweise Montessori-Schulen) und eine Checkliste, mit der Sie herausfinden, ob die von Ihnen in Augenschein genommene Schule für Ihr Kind geeignet ist, finden Sie in der Schwerpunktausgabe "Übertritt" von "Lernen und Fördern mit Spaß", die Sie als Abonnent in unserem Shop herunterladen können.
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