Ein Kind schon früh mit mehreren Sprachen zu konfrontieren, kommt immer mehr in Mode und ist auch aus lernpsychologischer Sicht ausgesprochen sinnvoll. Ohne Druck und Stress können bereits Vorschulkinder und Grundschüler sich über einen spielerischen Zugang fremde Sprachen erschließen. Damit ein Kind dabei nicht durcheinander gerät, müssen Eltern einige Grundregeln der Mehrsprachigkeit einhalten. Lesen Sie hier, wie das am besten funktioniert und wie Sie Ihr Kind bei Fremdsprachen unterstützen können.M
Wenn ein Kind eine Sprache schon in frühen Jahren hört und spricht, erspart es sich dadurch die späteren Anstrengungen mit der richtigen Aussprache und dem Anwenden komplexer Grammatikregeln. Das liegt daran, dass das kindliche Gehirn auch für eine zweite Sprache das Netzwerk nutzt, dass sein Gehirn schon für die Muttersprache angelegt hat. Dadurch gelingt es den Vorschul- und Grundschulkindern, wie selbstverständlich zwischen beiden Sprachen hin und her zu „switchen“: „Please give me the Kekse!“ Bei Kindern, die während der ersten zehn Lebensjahre mit mehr als einer Sprache aufwachsen, sind die folgenden (normalen) Phänomene zu beobachten: - Nicht alle Sprachen werden gleich schnell gelernt, manchmal verläuft die sprachliche Entwicklung in der einen Sprache schneller als in der anderen.
- Kinder benutzen Mischäußerungen, sie mischen Sprachen und wählen jeweils das Wort, das ihnen am ehesten einfällt.
- Manchmal kommt es zeitweilig zu Fehlbildungen, so zum Beispiel zum falschen Gebrauch der Artikel im Deutschen (die Haus), was sich aber in der Regel bald von selbst wieder legt.
So funktioniert das mehrsprachige LernenKinder lernen eine Sprache durch Kommunikation, egal ob es die erste, die zweite oder die dritte Sprache ist. Geben Sie Ihrem Kind also Möglichkeiten, eine Sprache so oft wie möglich anzuwenden. Das reine Ansehen oder Anhören von Filmen oder Kassetten allein wird nicht dazu führen, dass ein Kind sich in einer Sprache unterhalten kann. Der Kontakt und der Austausch mit anderen sind die Grundlage dafür, das Interesse an einer Sprache zu wecken. Nur wenn Kinder in einer Sprache reden und spielen können, wenn ihr Interesse nachhaltig geweckt ist, werden sie sie auch lustvoll und interessiert erlernen. Hier können Sie eine kostenlose Ausgabe von "Lernen und Fördern mit Spaß" bestellen.
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